Schlechte Stimmung beim X-Mas Turnier in Kiel

Vor Weihnachten wurde in der Spielbank Kiel das Deep-Stack-Turnier X-Mas Poker ausgetragen und sollte den Spielern so kurz vor Weihnachten noch ein wenig Pokeraktion bieten.

Die Buy Ins kosteten dabei 150 Euro und man sammelte damit einen recht ansehnlichen Pot von 16,5 tausend Euro an. Eigentlich gute Vorraussetzungen um bei den Spielern in Kiel für gute Laune zu sorgen und einigen noch etwas Taschengeld für die Weihnachtsfeiertage mitzugeben. Allerdings sorgte dann eine zweifelhafte Entscheidung der Turnierleitung für schlechte Stimmung.

Diese willigte nämlich ein, dass ein Spieleraustausch durchgeführt werden durfte. Dabei sprang ein Spieler, der es an einem der Starttage nicht in den zweiten Tag geschafft hatte, für seinen Bruder ein, der sich qualifizieren konnte. Der Grund weshalb der Austausch überhaupt nötig wurde ist denkbar tragisch; der besagte Spieler bekam einen Anruf, dass ein Todesfall in der Familie seiner Freundin geschehen sei. Deshalb musst er natürlich um das Turnier verlassen, überzeugte allerdings zuvor die Turnierleitung, dass sein Bruder mit seinen Chips weiterspielen dürfte.

Während wohl die meisten Leiter von solchen Turnieren strikt gegen einen solchen Spieleraustausch entscheiden würden - in solchen Fällen werden die übrigen Chips des abwesenden Spielers einfach den Blinds überlassen - entschied der Zuständige in diesem Fall zugunsten des Spielers und ließ den Bruder an den Tisch. Dies geschah auch mit Verweis auf einen Paragraphen im Regelwerk, dass man in Ausnahmefällen technische Regeln ignorieren dürfe, um die Fairness im Spiel zu bewahren.

Zweifellos handelte es sich im Fall des Spielers in Kiel um einen tragischen Ausnahmefall, aber als die Turnierleitung diese Entscheidung unter den Spielern bekannt gab, wurden Proteste laut. Zurecht beklagte man, dass diese Regel für diesen Fall nicht zulässig wäre, diese Stimmen wurden von den Entscheidungsträgern aber ignoriert.

Was bei den restlichen Spielern letztlich noch mehr für schlechte Stimmung sorgte war die Tatsache, das der durch den Spieleraustausch eingesprungene Bruder es dann auch noch bis unter die drei besten Spieler schaffte. Dort beendete man das Turnier dann mit einem Deal und er nahm 4,25 tausend Euro mit nachhause.

geschrieben am 05.01.2011 von Tanja Eberhardt


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