WSOP-Sieg bekräftigt Schleswig-Holstein

Die deutsche Pokerszene befindet sich noch im Rausch des zurückliegenden Siegs von Pius Heinz beim Main Event der World Series of Poker. Deutschland ist Pokerweltmeister, so klingt es in zahlreichen Medien.

Immerhin, beim Fußball lässt der Titel ja auf sich warten. Aber auch in der Politik wird der Sieg eines Deutschen in Las Vegas gut aufgenommen und besonders der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag - mit Namen Hans-Jörn Arp - benutzt die Schlagzeilen für ein bestechend überzeugendes Argument:"Deutschlandweit berichten die Medien über den Pokerweltmeister und dessen Karriereweg. Dabei wird völlig selbstverständlich darüber berichtet, dass Heinz das Pokern im Internet gelernt hat. Die wenigsten wissen, dass das verboten ist."

Meldete er sich nach dem Sieg von Pius zu Wort. Damit kommentiert er natürlich die aktuelle Situation in Deutschland, wenn es um die Diskussion zum Glücksspielvertrag geht. Denn hier haben sich die 15 Bundesländer ohne Schleswig-Holstein auf eine Regulierung geeinigt, die den Kielern nicht weit genug geht.

Denn während in allen sonstigen Bundesländern das zocken im Internet verboten bleiben soll, wollen die Politiker in Schleswig-Holstein den Markt im Alleingang öffnen. Man ist dort der Meinung, dass ein Verbot von Pokern im Internet einfach fernab der Realität und auf Dauer nicht durchsetzbar sei.

Dem entgegen setzt man ein eigenes Glücksspielgesetz: "Unsere Kontrolle durch Konzessionierung hilft mehr, als weltfremde Verbote. So können wir den Schutz derjenigen Spieler sicherstellen, die bereits heute im Netz unterwegs sind. Wenn man berücksichtigt, welchen Boom Weltmeistertitel in anderen Sportarten ausgelöst haben, dann wird sich deren Zahl in den kommenden Jahren noch einmal deutlich erhöhen. Umso dringender ist es, dass wir diesen Markt unter Kontrolle kriegen."

So bewegt sich Deutschland gerade nach wie vor auf eine absolut absurde Situation hin, in der in 15 Bundesländern das Pokern im Internet verboten sein könnte, aber in Schleswig-Holstein erlaubt.

geschrieben am 14.11.2011 von Fabian Fehrmann


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