Das wissenschaftlich erarbeitete Pokerface

Das Pokerface ist einer der großen Begriffe aus der Pokerwelt. So manche Studie will den Nutzen des ausdruckslosen Gesichtes schon widerlegt haben und so mancher Poker Pro schwört noch immer auf die Undurchsichtigkeit seiner steinharten Züge. Aber ob nun die Fähigkeit zu einem ordentlichen Pokerface zu den wichtigsten Soft-Skills eines Pokerspielers gehört oder nicht, es ist bereits ein Mythos und wird es auch bleiben.

Um diesen Mythos nun wissenschaftlich zuleide zu rücken hat das Institut Frauenhofer eine hochinteressante Technik entwickelt, mit der sich die Qualität des individuellen Pokerface bestimmen lassen soll. Die Idee dahinter ist erstaunlich einfach; mit einer Kamera werden die Gesichtszüge des Spielers aufgenommen, nachdem er sein obligatorisches Pokerface aufgesetzt hat. Dann werden ihm verschiedene Bilder gezeigt und die Software analysiert dabei, welche Regungen im Gesicht des Spielers stattfinden.

Das ist eine witzige Idee und scheint laut zahlreichen Selbstversuchen in den einschlägigen Poker Foren schon ganz gut zu funktionieren. Auch die Vorraussetzungen sind erstaunlich einfach; braucht man für diesen Selbsttest doch nichts weiter als eine handelsübliche Webcam.

Der Anbieter Everest Poker hat wohl sogar schon den Schritt unternommen, den Pokerface-Test in die Liste seiner angebotenen Features zu übernehmen und die Spieler dort sind wohl auch schon fleißig dabei, ihr Vermögen zur Ausdruckslosigkeit zu bestimmen.

Diese Idee wird nun sicher nicht die Pokerwelt revolutionieren. Besonders nicht im Online Poker, denn was nützt ein Pokerface schon vor dem heimischen Computer. Aber alles in allem ist der Gedanke dahinter schon berechtigt und das namenhafte Institut hinter der entwickelten Software spricht auch für eine gewisse Qualität der Umsetzung.

Daher sollte man vielleicht vor seiner nächsten Pokersession am wöchentlichen Stammtisch einmal im Internet sein persönliches Pokerface testen lassen. Dan kann man sicher sein, ob man gegenüber der Poker-Konkurrenz wirklich so undurchdringlich ist, wie man glaubt.

geschrieben am 16.05.2011 von Tanja Eberhardt


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