Wahlkampfthema Full Tilt

Die Diskussionen rund um das Thema Full Tilt, welche seit dem Black Friday in Amerika so richtig aufgeflammt sind, reißen nicht ab. Sogar jetzt, wo es um die Präsidentschaftswahlen geht, ist der Full Tilt Skandal ein brisantes Thema für den Wahlkampf. Die Politiker nutzen jede Chance die gegnerischen Politiker schlecht zu machen und hierbei scheinen alle Mittel recht zu sein.

Manche Politiker scheint es daher in diesem Wahlkampf besonders hart zu treffen. Passend zum Wahlkampf wurden Gerüchte rund um den Pokerbefürworter Barney Frank von den Demokraten laut. Ihm wird vorgeworfen, dass auch er zu den Berühmtheiten zählt, die Spendengelder von dem Unternehmen Full Tilt angenommen hätten.

Der Demokrat setzt sich öffentlich für Poker ein, so unterstützt er auch den derzeit aktuellen Entwurf zum Online Poker Act 2011 (H.R.2366). Bei dem Gesetz geht es vor allen Dingen um die Regulierung des amerikanischen Online Poker Markts. Durch die Unterstützung von Berühmtheiten würde dieser voran gebracht und die Initiatoren revanchieren sich hierfür mit Spenden.

Diese Spendengelder hat nicht nur der Demokrat Frank entgegen genommen, sondern auch die Befürworterin des Pokerspiels, Shelley Berkley, habe diese Gelder beansprucht. Die Politiker müssen jetzt gegen harte Vorwürfe ankämpfen. Frank selber will die angenommenen Spenden an die User, die bisher noch kein Geld erhalten haben, auszahlen. Trotz dieser Bekanntgabe muss er sich weiterer Kritik unterziehen, vor allem von Seiten der Konservativen.

Spendengelder fließen jedoch auch aus anderen Richtungen. Beispielsweise hat die American Gambling Association (AGA) Gelder für Lobbyarbeit in Washington investiert. Sie begrüßen laut eigener Aussage das Vorgehen des amerikanischen Justizministeriums, jedoch bestehe weit mehr Handlungsbedarf, als die Schließung einzelner dubioser Pokerfirmen, während am Markt zur gleichen Zeit viele weitere Unternehmen auftauchen, die ihr illegales Angebot im Netz verbreiten. Im Prinzip ist die Forderung der AGA ganz klar definiert: ein regulierter Markt wäre das, was die Zuständigen für am sinnvollsten befinden.

Das Glücksspielthema wird derweil im Wahlkampf ausgeweidet. Die Pokergegner, die sich hauptsächlich auf der Konservativen Seite befinden, bemerken öffentlich die Gefahren, die beim Glücksspiel vorhanden sind. Diese beziehen sie in den Wahlkampf ein und geben an, gegen das Glücksspiel vorgehen zu müssen, da die Gefahren der Spielsucht und der grundsätzlichen Illegalität zu hoch sind.

Auf der anderen Seite gibt es auch die Befürworter des Pokerspiels, die die Wähler mit Freiheit und Steuereinnahmen locken wollen, welche durch das Glücksspiel gemacht und gewonnen würden. Zusätzlich versprechen die Befürworter die Schaffung neuer Arbeitsplätze, auch durch das Online Glücksspiel und durch die Regulierung des Markts.

Full Tilt ist zwar in allen Medien ein Thema und gibt oft Anlass zu Diskussionen, aber den Wahlkampf beeinflussen tut es laut Statistiken bisher nicht. Weiterhin gibt es auch in der Bevölkerung Befürworter eines Online Poker Markts, unabhängig von den Skandalen rund um Full Tilt.

geschrieben am 05.10.2011 von Fabian Fehrmann


2018-09       2018-8       2018-7       2018-6       2018-5       2018-4       
2018-3       2018-2       2018-1       2017-12       2017-11       2017-10       
2017-9       2017-8       2017-7       2017-6       2017-5       2017-4       
2017-3       2017-2       2017-1       2016-12       2016-11       2016-10       
2016-9       2016-8       2016-7       2016-6       2016-5       2016-4       
2016-3       2016-2       2016-1       2015-12       2015-11       2015-10       
2015-9       2015-8       2015-7       2015-6       2015-5       2015-4       
2015-3       2015-2       2015-1       2014-12       2014-11       2014-10       
2014-9       2014-8       2014-7       2014-6       2014-5       2014-4       
2014-3       2014-2       2014-1       2013-12       2013-11       2013-10       
2013-9       2013-8       2013-7       2013-6       2013-5       2013-4       
2013-3       2013-2       2013-1       2012-12       2012-11       2012-10       
2012-9       2012-8       2012-7       2012-6       2012-5       2012-4       
2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       2011-11       2011-10       
2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       2011-5       2011-4       
2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       2010-11       2010-10       
2010-9       2010-8       2010-7       2010-6       2010-5       2010-4       
2010-3       2010-2       2010-1       2009-12       2009-11       2009-10