Virtuelles Pokerspiel auf Zypern nun strengstens verboten

Das virtuelle Pokerspiel auf der Mittelmeerinsel Zypern hatte noch eine geringe Wahrscheinlichkeit, welche sich nun in Luft aufgelöst hat.

Die zur Abstimmung berechtigten 56 Angehörigen des Repräsentantenhauses der Insel nahmen das Gesetz gegen das virtuelle Pokerspiel an. Die Betreiber für Sportwetten sollen es im Gegenzug einfacher auf der Insel haben. Der Finanzminister der Insel hat für das virtuelle Glücksspiel in allen Variationen keine guten Worte übrig.

Spiele im Casino und das virtuelle Pokerspiel nennt er eine Plage der Gesellschaft und die Folge ist nun, dass die Nutzer dazu ermuntert werden sollen, ab nun besonders Sportwetten zu nutzen. Diese kann das Land regulär mit Abgaben belegen. Jegliche Formen des Glücksspiels sind in dem Gesetz nun auf der Insel untersagt.

Die Nettoerträge der Sportwetten sollen eine Steuer von 10 Prozent abwerfen. Ein Prozent der Erträge auf Bruttoebene kommt wohltätigen Zwecken zugute. Das Unternehmen "Betfair" hat unter diesem Gesetz besonders zu leiden, denn es macht 4 Prozent seines ganzen Gewinns, sprich 9 Millionen Pfund, auf Zypern. Die Aktien des Unternehmens sanken um 4,5 Prozent und das Unternehmen ließ in seinen Nachrichten juristische Schritte gegen das neue Gesetz verlauten.

Man geht davon aus, dass dieses Gesetz mit den EU-Richtlinien nicht konform ist und ist bereits dabei, eine Klage mithilfe von Rechtsexperten und Beratern zu erarbeiten. Merkwürdig mutet hier auch an, dass der griechische Betreiber für virtuelles Glücksspiel, "OPAP", eine Ausnahme darstellt. Ihm wird es immer noch gestattet, Lotto und Keno auf virtueller Basis auf der Insel bereitzustellen.

Manche Parlamentsmitglieder beurteilen dies als einen nicht angemessenen Einfluss der Politiker Griechenlands auf die zypriotischen Angelegenheiten. Sie haben Angst, dass der griechische Betreiber ein Monopol auf dem Markt der Insel erhält. Andere Betreiber haben mit harten Sanktionen zu rechnen.

Halten sie das Gesetz nicht ein, dann ist eine unmittelbare Zahlung in Höhe von 170.000 Euro zu leisten oder sie müssen mit einer Gefängnisstrafe von maximal 5 Jahren rechnen.

geschrieben am 20.07.2012 von Jessica Neumann


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