Theorie zu den Ursachen der Full Tilt-Situation

Full Tilt gehört vor nicht allzu lange Zeit zu einem der führenden Namen der internationalen Online Poker Szene. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet und zumindest in Fragen der Beliebtheit fällt der Kurs des Online Portals unwiederbringlich.

Dafür sorgen natürlich diverse fragwürdige Entscheidungen in der Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens. Allem voran dabei natürlich der Konflikt mit Poker Pro Phil Ivey und die mangelhafte Kommunikation des Unternehmens. Aber vor allem sorgen auch die andauernden Probleme bei den Auszahlungen für viel ärger bei den Kunden und jede Menge nicht betroffener Spieler wenden sich von Full Tilt ab.

Inzwischen konnte man im Internet eine Theorie nachlesen, wie es zu der Zahlungsunfähigkeit von Full Tilt gekommen sein könnte. Die Erklärung lieferte Noah Stephens-Davidowitz, der es auf eine schlampige Finanzpolitik von Full Tilt bei den Einzahlungen der Spieler zurückführte. Einer der Grundlagen dafür bietet ein Presseschreiben des Department of Justice, in dem stand: "Franzen gab zu, im Frühjahr 2011 von Full Tilt gebeten worden zu sein, ein Defizit von 60 Millionen zu handhaben.Die Firma sah sich dem Defizit gegenüber, da sie fortlaufend den Spielern Geld gutgeschrieben haben, ohne es wirklich bei den Kunden abbuchen zu können."

Und so soll das Problem ganz konkret stattgefunden haben: zwischen September des Jahres 2o1o und Februar 2011 kam es wohl häufig vor, das Spielern Geld auf ihren Full Tilt Konten gutgeschrieben wurde, das nicht vom Konto der jeweiligen Spieler abgezogen wurden. Anders gesagt; das Geld auf den Spielerkonten war lediglich von Full Tilt geliehen und über dieses Problem war sich das Unternehmen durchaus bewusst, sah es aber als kurzfristige Komplikation an. Im März diesen Jahres sollten diese "Schulden" bei den Spielern endlich "eingetrieben" werden. Die betroffenen Spieler wurden per Mail darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Summen bald von ihren Konten abgebucht würden. Allerdings blieben viele der Nachzahlungen aus und so ganz es zu herben Ausfällen für Full Tilt.

Zwar wies Noah Stephens-Davidowitz auch darauf hin, das der Umfang des finanziellen Schadens durch diese finanzielle Schlamperei nicht klar ist, es dürfte aber sicherlich nicht gerade geholfen haben, wenn man die aktuelle Situation des Unternehmens sieht.

geschrieben am 28.06.2011 von Jessica Neumann


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