Streik-Sessions von PartyPoker-Spielern

Bei PartyPoker ist es in der vergangenen Woche zu einem organisierten Streik unter den Spielern gekommen. Der Grund dafür sind Veränderungen im Cap und den Regeln zur Berechnung des Rakes bei Cashgames, die der Anbieter am 24. August getätigt hatte.

Das Problem war dabei, dass diese änderungen einen deutlichen Einfluss auf den Rake hatten, den die Spieler abgeben müssen. Die Nutzer des Anbieters rechneten sich aus, dass man eine Steigerung von bis zu 45 Prozent des ursprünglichen Rakes erwarten könne. Das ist ein ziemlicher Anstieg - besonders wenn man bedenkt, dass PartyPoker vor nicht allzu langer Zeit mit rakefreien Turnieren warb - und sorgte entsprechend für ärger bei den Spielern.

Besonders im bereich der mittleren Limits gab es dabei Aufbegehren. Denn dort fürchtete man am meisten, das profitable Spielen nicht mehr durchführen zu können, da der erhöhte Rake jegliches Plus wieder vom Spielerkonto fressen würde. Daher ließen die Spieler sich nicht lange foppen und organisierten den besagten Streik an den PartyPoker-Tischen. Wer so etwas noch nicht erlebt hat, dem sei erklärt, wie Spieler bei einem Pokeranbieter streiken können.

Dies geschieht nicht einfach durch ausloggen aus dem Account, sondern durch gezieltes nicht-spielen an den Pokerrooms. Die Spieler loggen sich gezielt an den virtuellen Spieltischen ein und schalten sich auf abwesend. So ist der Tisch belegt aber es wird kein Rake produziert, da nicht gespielt wird.

Diese Methode des Streiks wirkt besser, als man zunächst annehmen würde. Nicht zum erstem Mal machten Spieler mit dieser Methode auf ihren Unmut aufmerksam und im aktuellen Fall auch mit Erfolg. PartyPoker stellte seine Rakeberechnung und die Cap-Vorgaben wieder auf die alten Standards zurück und der Streik wurde beendet.

Wie der Anbieter überhaupt darauf kam, mit so einer Methode seinen Spielern mehr Rake aus den Taschen zu ziehen, fragen sich viele Beobachter. Es gibt allerdings Spekulationen, dass dies eine Folge der Gleichschaltung zwischen PartyPoker und Bwin sein könnte, die bald ihre Datenbanken zusammenlegen wollen.

geschrieben am 05.09.2011 von Tanja Eberhardt


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