Müssen Pokerspieler auf ihre Gewinne Steuern nachzahlen?

In der Bundesrepublik sind die Glücksspielerträge allgemein ohne Steuern.

Aber nun ist es an einem Gericht herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt professionelle Pokerspieler mit diesem Spiel einem Beruf nachgehen. Eine Entscheidung soll es noch in diesem Jahr geben. Das Kölner Gericht für Finanzen muss im Zuge eines Musterverfahrens ein Urteil abgeben, ob der Gewinn beim Pokerspiel dem Glück oder dem Talent geschuldet ist.

In diesem Prozess beschwerte sich der einstige Pokerspieler Scharf darüber, dass das Finanzamt Geld haben will. Der 58jährige Mann spielt seit rund zwei Jahrzehnten um Bares und erspielte in sieben Jahren über eine Million Dollar. Das Finanzamt ist der Meinung, dass der Herr das Pokern als Beruf wahrnahm und dies somit auch mit Steuern belegt werden muss.

Allgemein muss man auf die Erträge aus dem Glücksspiel in der Bundesrepublik keine Abgaben entrichten. In dieser Sache verhält es sich aber anders, da der professionelle Spieler sein Talent und ein besseres Verständnis des Spiels anwendet und nicht auf den Glücksfaktor setzt.

Der Herr möchte nun in dem Verfahren klarmachen, dass seine Gewinne auf Glück zurückzuführen sind. Ein Spieler hat zwar Einfluss auf das Spiel, doch darum gibt es noch keinen Gewinn. Er sagt, dass das richtige Blatt von großer Bedeutung ist. Das Finanzamt sieht das Verfahren als Musterverfahren an.

Einige Pokerspieler bekamen in den letzten Jahren, genau wie dieser Herr, ähnliche Aufforderungen zur Steuernachzahlung. Einen Entschluss soll es noch 2012 geben. Vor einem dreiviertel Jahr hatte der deutsche Student Heinz die Poker-WM für sich entschieden; was der bekannteste und größte Pokerwettkampf überhaupt ist.

Er nahm mehr als 6 Millionen Euro mit nach Hause.

geschrieben am 22.08.2012 von Jessica Neumann


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