Skandal um Full Tilt

Full Tilt ist eins der größten Online Portale, auf dem Poker im Internet angeboten wird, weltweit. Seit dem April 2011 herrscht jedoch Unruhe in der Pokerwelt, da die Webseite von Full Tilt geschlossen und die Gelder die im Umlauf waren eingefroren wurden.

Dies alles passierte in den USA unter dem Motto des Black Friday. Spieler aus aller Welt sind nun im Ungewissen, was mit ihren Geldern geschehen wird und ob eine Chance besteht, diese zurück zu bekommen.

Anstoß für die gesamte Geschichte rund um den Black Friday gaben die Vermutungen des Justizministeriums, die den Poker Portalen Illegales Glücksspiel, Geldwäsche und Betrug vorwarfen. Spieler aus den USA haben nachdem geschehenen auf der Webseite nur noch die Meldung des FBI gesehen und Auszahlungen an Amerikaner wurde den Unternehmen wie Full Tilt verboten.

Full Tilt selber hat seinen Firmen Sitz in Großbritannien, wo das Online Glücksspiel nicht illegal ist. Die Vorwürfe waren jedoch so brisant, dass entschieden wurde die Lizenz des Unternehmens auszusetzen und die Webseite zu sperren.

Nun ist die Webseite von Full Tilt nicht mehr nur für Amerikaner gesperrt, auch den Deutschen wird eine Webseite in Watungsarbeiten angezeigt. Den Betreibern sei es verboten worden Wetteinsätze anzunehmen. Die Spieler aus aller Welt haben jeweils im Schnitt rund 500 Dollar auf ihren Spielkonten, es geht also um hohe Summen insgesamt.

Der Black Friday hat sich auf die gesamte Szene komplett negativ ausgewirkt. Nicht nur das Image des Unternehmens Full Tilt ist beschäftigt und vielleicht irreparabel, sondern auch die Online Glücksspielszene an sich. Die User und Spieler trauen dem Frieden nicht mehr durch den Skandal und sind verängstigt.

Eine ganze Branche leidet demnach unter den Folgen des Black Friday, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch auf den Ruf und den Eindruck auf die Außenwelt bezogen. Full Tilt hat nach außen hin seit den Vorfällen kaum Informationen an die Medien und die Kunden weitergegeben. Fast alle tappen im Dunkeln.

Nun wird intensiv über die finanzielle Lage des Unternehmens spekuliert. Es hieß das Unternehmmen sei pleite, deshalb auch der Rückzug von allen Marketingmaßnahmen und die Rücknahme der Anzeigen. Es wird weiterhin spekuliert, ob das Unternehmen durch einen der bekannten Pokerprofis übernommen werden soll oder ob die Unternehmer derzeit versuchen, eine neue Lizenz zubekommen.

So oder so sieht die Zukunft für das Unternehmen ungewiss aus, denn eventuell hat das Image einen zu großen Schaden genommen. Außerdem könnte das Vertrauen für die Kunden nicht mehr hergestellt werden. Bei einem erneuten Versuch online zu gehen, würden die Kunden sich wahrscheinlich lediglich ihre Gelder sichern, aber nicht erneut in ein Unternehmen investieren, bei dem die rechtliche und finanzielle Lage so ungewiss ist.

Poker gilt grundsätzlich schon als ein unsicheres Spiel im Internet, worin die Kritiker durch die Ereignisse nun bestärkt werden. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass die Leute sich ein Beispiel an dem österreichischen System nehmen, bei dem eine bestimmte Sicherheit gewährleistet werden kann.

geschrieben am 13.07.2011 von Tanja Eberhardt


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