Sieger der Poker-WM 2011 nicht bei "Big One"-Turnier dabei

In Vegas wird momentan die kostspieligste Pokerveranstaltung überhaupt abgehalten. Der Poker-Champion Pius Heinz wird hier nicht dabei sein, obwohl er die finanziellen Mittel dazu hat.

Er gewann die letztjährige Poker-WM, die ihn auf einen Schlag berühmt machte. Hier gewann er rund neun Millionen Dollar. Daher stellt sich die Frage, warum er beim sogenannten "Big One for One Drop" nicht dabei ist, wo es doch lediglich eine Million Dollar teuer ist. Heinz sagte, dass eine Million eine Menge Geld ist und er viel Respekt davor hat.

Kein Anleger, der vernünftig denkt, würde mehr als ein Zehntel seines Kapitals ausgeben, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts 80 Prozent beträgt. Mit seinem Kapital geht er traditionell um und investiert nur einen geringen Anteil. Genau dies macht er dann im Pokerspiel mit Hand und Fuß und auch mit Strategie, wo eine rentable Investition möglich ist.

Außerdem findet man auch im Pokerbereich eine Vermögensverwaltung, die es ebenfalls für wenig sinnvoll hält, auch bei etlichen Millionen an diesem Turnier teilzunehmen. Er wird es sich aber gerne und mit Spannung ansehen und die Idee, mehr als 100.000 Dollar in den Wettkampf zu stecken, findet er gut. Doch man fragt sich, wie hoch die Vorzüge der professionellen Spieler im Zuge dieses Wettkampfs im Vergleich zu denen sein werden, die nur gelegentlich spielen.

Heinz sagte, dass im Rahmen eines Wettkampfs mit rund 50 Pokerspielern die Unterschiede nicht so groß und das Glück nicht so wichtig sind, um einen hohen Rang zu bekommen. Trotzdem können Ereignisse auftreten, wo ein "Laie" aus zwei "All-Ins" als Sieger hervorgeht und da nimmt er unter den 48 Spielern einen hohen Rang ein. Ein professioneller Spieler hat in einem weiteren Rahmen die Gelegenheit zu zeigen, was er kann, hier werden binnen einiger Tage zahlreiche Entschlüsse gefasst.

Die professionellen Spieler verfügen über den Vorzug, dass jeder jeden kennt. Dies kommt besonders der Gegneranalyse zugute. Auf die Frage, wer seine Favoriten bei dem Turnier sind, sagte Herr Heinz, dass grundsätzlich alle 48 Spieler die Chance auf einen Sieg haben. Favoriten sind für ihn die professionellen Spieler von "PokerStars", Negreanu, Mercier und auch Grospellier. Persönliche Favoriten sind Ivey, Antonius und Dwan.

Heinz erklärt ihre Vorzüge damit, dass sie auf hohem Niveau spielen und auch nicht befürchten, aus dem Wettkampf auszuscheiden und somit auch eine Menge Geld nicht mehr wiederzusehen. Auch so mancher gut betuchte Laie hat diese Furcht nicht, aber es ist Tatsache, dass ihr Spiel nicht so gut ist, wie das der Profis. Beim Pokerspiel nimmt das Talent eine wichtige Rolle ein.

Man fragt sich auch, wo es schwerer sein wird, einen Sieg davon zu tragen, bei der Hauptveranstaltung der Poker-WM oder beim obengenannten Event. Herr Heinz sagt, dass ein Sieg bei der Poker-WM am Schwersten zu bewerkstelligen ist. Beim zweitgenannten Turnier muss man sich nur gegen 48 Spieler durchsetzen, bei der WM sind es normalerweise mehr als sechstausend. Bei der WM nehmen auch viele internationale Spieler teil und die Unterschiede und das Glück werden hier sehr wichtig.

Beim dem Event "Big One" ist es so, dass zahlreiche Spieler Zuschüsse von Sponsoren auf das Startgeld bekommen. Heinz erklärte, dass diese Art, in ein Turnier zu kommen, weit verbreitet ist. Dies ist zudem ein ganz individuelles Geschäftsmodell, das sich als sehr gewinnbringend erweisen kann, wenn es richtig gehandhabt wird.

Aber Heinz hält es für wichtig, dass man beim Spiel im individuellen Rahmen bleibt und auch kein Geld benutzt, dass Einem nicht gehört. Hier vertritt er eine traditionelle Einstellung. Für Heinz ist grundsätzlich überlegenswert, später einmal bei diesem Turnier dabei zu sein, doch sein Wunsch ist es nicht.

Wenn ihn jemand für den Wettkampf mit einkaufen würde, würde er darüber nachdenken.

geschrieben am 16.07.2012 von Jessica Neumann


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