Schleswig-Holstein als Deutschlands Nevada

Überall im Land sorgte die neuste Meldung aus Schleswig-Holstein, genauer gesagt aus Kiel für Aufregung. In dem Bundesland soll das Online-Glücksspiel und das betreiben von Casinos durch private Anbieter künftig erlaubt sein.

Während beides in Deutschland derzeit noch illegal ist, hat Schleswig-Holstein im Alleingang diesen Schritt gewagt. Durch diese neuste Meldung ist Unruhe in den Regierungen aufgekommen und jede Partei möchte ihre Meinung kund tun. Schleswig-Holstein wird nun schon mit dem amerikanischen Bundesstaat Nevada verglichen, der als Vorreiter in der Glücksspielbranche berühmt ist.

Die CDU und FDP haben mit ihrer starken Meinung durchgesetzt, dass Schleswig-Holstein seinen Glücksspielmarkt im Alleingang liberalisiert, unabhängig davon was andere Bundesländer und Parteien über diesen Schritt denken. Vor allem im Bereich der Sportwetten unterscheidet sich der Schleswig-Holsteinische Gesetzesentwurf gegenüber dem der übrigen 15 Bundesländer. Hier soll nun der Sportwettenmarkt viel weiter geöffnet werden, als es für andere Bundesländer überhaupt denkbar wäre.

Das Lottomonopol soll auch nach dem Schleswig-Holsteinischen Gesetz erhalten bleiben, jedoch sind in dem neuen Gesetz Regelungen bezüglich der Bewerbung von Glücksspiel verankert, die sich dem gegenüberweit offener darstellen. Darüber hinaus können private Sportwettenanbieter ihre Produkte bald in Schleswig-Holstein anbieten und auch im Online Bereich ist das Gesetz des Bundeslandes sehr viel offener als der Rest von Deutschland.

Die Konzessionen für Schleswig-Holstein sollen schon im Frühjahr des nächsten Jahres ausgeschrieben werden. Die Vergabe der Lizenzen erfolgt dann voraussichtlich im März 2012. Das im Norden des Landes liegende Bundesland ist das einzige mit einem solchen Gesetz. Die anderen Länder versuchen weiterhin eine allgemein gültige Regelung für den künftigen Glücksspielstaatsvertrag zu finden.

Auch Kiel scheint das Thema landesübergreifende Regelung für den Glücksspielstaatsvertrag noch nicht vollends verworfen zu haben. Vielleicht können sich am Ende doch noch alle 16 Bundesländer auf eine allgemein gültige Regelung einigen.

geschrieben am 06.10.2011 von Tanja Eberhardt


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