Salzburg macht mobil gegen illegales Pokern

Roman Neßholdes ist Geschäftsführer im Institut für Glücksspiel und Abhängigkeit in Salzburg und weiß aus Erfahrung, dass täglich Menschen zu der Beratungsstelle kommen und ihre großes Problem offenbaren: "(...) sie haben Unsummen beim Pokern verloren"

Der Grund dafür sind illegale Pokerturniere in Hinterzimmern und Nebenräumen, die Spielsüchtige in den finanziellen Ruin reiten. "Bei den Spielsüchtigen geht es um Existenzen." erklärt Neßhold.

Nun wurden ernste Schritte eingeleitet um diese Entwicklung einzudämmen und dort anzusetzen, wo der Teufelskreis beginnt: "Die einzige Möglichkeit, illegales Poker Spiel zu unterbinden, sei die entsprechenden Betreiber anzuzeigen." Und dafür haben die Angestellten des Instituts umfangreiche Informationen in der Hand, denn die verschuldeten Spieler die zu der Einrichtung kommen können detaillierte Auskünfte darüber geben, wann und wo in Salzburg gepokert wird. "Meist ist es so, dass das in den Hinterzimmern von Gaststätten vonstatten geht, und die Einsätze, um die es geht, bewegen sich zwischen 40 und 4.000 Euro." Die Größe des Pots ist dabei entscheidend, ob das Spiel als legal durchgeht oder nicht. Das Spielen um geringe Beträge bei Pokertrunieren ist erlaubt und wird nicht strafrechtlich verfolgt. Steigt der Einsatz aber in solche Höhen, wie sie die Spielsüchtigen in Salzburg beklagen, rutscht die Veranstaltung in den Bereich des Illegalen.

Einigen der Angaben wurde bereits nachgegangen und man konnte Undercover in den illegalen Pokerzirkel eindringen. Inzwischen wurde bereits fünf Anzeigen erstattet die unterschiedliche Lokalitäten in Salzburg betreffen. Der umfangreiche Bericht über die gesammelten Informationen wurde bereits der Staatsanwaltschaft von Salzburg übergeben, dennoch vermutet Neßhold, dass sie noch am Anfang der Anzeigenwelle stehen: "Wir haben auch Hinweise, dass in weiteren Lokalitäten, unter anderen in einem namhaften Salzburger Bordell gepokert wird. Es wird von uns auch eine zweite Anzeigenwelle geben."


geschrieben am 26.05.2010 von Jessica Neumann


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