Ordnungsamt sagt Royal Flush Masters ab

Keine guten Nachrichten für das Pokermagazin Royal Flush. Eigentlich sollte ja an diesem Wochenende - genauer gesagt vom 26. bis zum 28. November - das hauseigene Pokerturnier Royal Flush Masters stattfinden. Als Ort war dafür die Mensa der Universität von Dortmund auserkoren und eigentlich war auch schon alles mit den örtlichen Ordnungsamt geregelt; nun kam aber doch alles anders, als gedacht.

Eigentlich hatte das Ordnungsamt von Dortmund schon längst die Prüfung des Turniers vorgenommen und die Genehmigung für die Austragung der Royal Flush Masters ausgestellt. Dabei muss man bedenken, dass bekanntlich in Deutschland sehr konkrete Regeln für Pokerturniere eingehalten werden müssen, wenn sie außerhalb von Casinos stattfinden.

Dabei wird von den Behörden besonders auf den Wert und die Beschaffenheit Preise geschaut. Aber wie gesagt, in Dortmund hatte man den Veranstaltern des Turniers bereits das OK gegeben. Danach gingen aber Innenministerium Beschwerden ein, die dieses Turnier betrafen. Natürlich wurde nicht bekannt gegeben, worum genau sich diese Beschwerden drehten und erst recht nicht, wer sie erhoben hatte. Jedoch führte dies zu einer erneuten Prüfung der Veranstaltung durch das Ordnungsamt Dortmund.

Erstaunlich aber wahr; nun fanden die Behörden doch etwas an dem Turnier, was ihnen nicht als ganz rechtens erschien: die Natur der Sachpreise wurde dort bemängelt, wo es Finaltickets zu gewinnen gab. Diese wurden nun nicht mehr als die Sachpreise bewertet, als die sie noch in der ersten Prüfung galten, sondern wurden nun als Buy-In angesehen, die den Spielern den Zugang zu größeren Turnieren ermöglicht. Da damit dann wieder ein noch höherer Preispool verwirklicht wird, übersteigt das Turnier die Höchstmarke der erlaubten Gewinnspanne.

Das klingt zwar alles etwas skurril, aber letztlich führte es tatsächlich dazu, dass die Royal Flush Masters abgesagt wurden. Zwar versuchten die Veranstalter das ganze Event noch kurzfristig in ein nahe gelegenes Casino umzulegen, um diese rechtliche Schikane auf diesem Wege zu umgehen, aber dies scheiterte an dem gefüllte Terminkalender dieser Lokalität. Nun befürchtet man beim Royal Flush Magazin auch einen Image-Schaden, aber man betreibt schon Schadensbegrenzung: das Turnier wird nachgeholt und alle Tickets dafür behalten ihre volle Gültigkeit.

geschrieben am 25.11.2010 von Tanja Eberhardt


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