Präsentation des Pokerspiels

Die Kritik an den vergangenen Main Event-Siegern Jerry Yang und Jamie Gold, die von Seiten des WSOP Main Event-Champions des Jahres 2005, Joe Hachern, sorgte in den Medien für viel Aufsehen.

Hier ging es in erster Linie darum, dass die Weltmeister des bekannten Pokerturniers es in der heutigen Zeit nicht mehr schaffen würden, sich und das Pokerspiel entsprechend zu präsentieren. Als Sieger der WSOP sollten die Spieler laut Experten in der Lage sein, sich im Anschluss an den Sieg als Botschafter zu zeigen und das Pokerspiel im richtigen Licht zu präsentieren.

In Bezug auf das Pokern ist die Sicht auf den Weltmeister eine etwas andere als zum Beispiel bei anderen Sportarten. Während bei verschiedenen Sportarten nicht von heute auf morgen aus einem Amateur ein Weltmeister werden kann, ist die Sachlage beim Pokern eine etwas andere. Beim Pokern, kann ein Weltmeister entstehen, ohne dass dieser vorher als Weltmeister vorhergesagt wurde, bei anderen Sportarten hingegen, ist es schnell ziemlich absehbar, wer als Sieger aus einem Turnier hervorgehen wird.

Auch haben die Spieler in anderen Sportarten die Möglichkeit, sich auf die eigene Karriere vorzubereiten. Hier läuft es meist systematisch ab und jeder Sportler fängt klein an, um sich dann auf der Rangliste hochzuarbeiten und am Ende als Weltmeister aus einem Turnier hervorzugehen. Beim Pokerspiel gibt es bei vielen Siegern keine richtige Vorbereitung, denn hier kann beispielsweise ein Underdog über Nacht zum Weltmeister werden.

Wünschenswert für einen Pokermeister wäre es, wenn dieser sich entsprechend präsentieren kann. Dies setzt eine starke Persönlichkeit voraus. Es gibt keine besondere Beschreibung dafür, wie ein Pokerweltmeister sich zu verhalten hat, dennoch erwartet die Pokergemeinde eine Persönlichkeit, die als Botschafter im Bereich Poker auftreten kann. So sollte es in jedem Fall ein Ziel des Spielers sein, weitere Menschen von dem Pokerspiel zu überzeugen.

Dafür ist es natürlich eine große Voraussetzung, dass die eigene Leidenschaft für das beliebte Kartenspiel durch das Handeln des Spielers deutlich wird und dieser es dadurch vielleicht sogar schafft, andere Menschen zum Pokerspielen an den Tisch zu locken. Als bisher besonders positiv auffällige Weltmeister sind Chris Moneymaker, Greg Raymer, Jonathan Duhamel und Joe Hachem bekannt, an denen sich nun auch nachfolgende Spieler ein Beispiel nehmen könnten. Die Weltmeister haben ihre Aufgabe deshalb besonders gut erfüllt, weil sie zum einen in den Medien präsent waren und zum anderen das Pokerspiel in verschiedenen Ländern noch populärer gemacht haben.

geschrieben am 24.02.2014 von Tanja Eberhardt


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