Politik unterstützt Spielautomaten Messe

Es ist ein altes Lied, aber das bedeutet nicht, dass es nicht weniger wahr sei. Scheinbar hat die Regierung in Deutschland eine sehr zwiespältige Einstellung zum Glücksspiel und während die eine zwei dieser boomenden Industrie gedrückt wird, wird ein anderer Gefördert.

So kritisierten schon so manche Besitzer von Spielbanken und Pokerlokalen, dass jede Kneipe ihre bimmelnden Spielautomaten aufstellen darf, aber sie selbst trotz sinkender Besucherzahlen durch Regulierungen klein gehalten werden. Nun gibt es ein neueres Beispiel für die Ungleichbehandlung dieser beiden Glücksspielzweige.

So findet derzeit in Düsseldorf eine Messe statt, wo bekannte Hersteller von Spielautomaten ihre neusten Maschinen anpreisen können. Unter dem Namen internationale Fachmesse für Unterhaltungs- und Warenautomaten - oder kurz IMA - werden dort die bimmelnden Dinger vorgestellt. Gefördert wird die Veranstaltung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Natürlich stellt sich da die Frage, warum nun diese Industrie gefördert wird. Das fragten sich nicht nur Besitzer von Spielbanken oder Pokerclubs, sondern auch einige Abgeordnete der Bundesregierung und stellten eine so genannte "kleine Anfrage" um die Hintergründe hinter dieser ominösen Förderungspolitik zu erfahren. Die Regierung erklärte es dann folgendermaßen: da die Internationale Fachmesse für Unterhaltungs- und Warenautomaten einen erforderlichen Anteil an ausländischen Teilnehmern - sowohl unter den Austellern, als auch unter den Besuchern habe, wären die Richtlinien erfüllt um die Teilnahme von jungen und innovativen Unternehmen zu fördern.

Somit wäre die Internationale Fachmesse für Unterhaltungs- und Warenautomaten eine der internationalen Leitmessen, die innerhalb von Deutschland stattfänden. Ziel der Förderung sei es, das Marketing für Exporte zu verbessern und die Position von jungen Unternehmen darin zu unterstützen.

Wir wissen alle, dass es Politik manchmal seltsame Wege geht und sicher will niemand ernsthaft die internationale Fachmesse für Unterhaltungs- und Warenautomaten in Misskredit bringen, aber die Diskrepanz zwischen der Behandlung von Automaten und dem restlichen Glücksspiel scheint hier doch sehr offensichtlich und bedarf einiger überarbeitung.

geschrieben am 21.01.2011 von Tanja Eberhardt


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