Polen verbietet Poker

Jacek Kapica ist der Staatssekretär des Finanzministerium von Polen und kommentierte vor Kurzen eine Stellungnahme zum Pokerspiel: "Poker ist ein Zockerspiel, basierend auf zufälligen Elementen. Viel schlimmer noch, es ist ein Spiel, welches abhängig macht."

Düstere Worte über das - auch in Polen - äußerst beliebte strategische Kartenspiel, aber es scheint alles in allem die politische Meinung Polens gegenüber Poker zusammenzufassen. Darum wurde nun auch eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, welche die Bevölkerung vor den Einflüssen des abhängig machenden Kartenspiels schützen soll, indem es dieses im Internet schlichtweg verbietet.

Aber nicht nur die Suchtgefahr ist das Problem, das die polnische Regierung mit Poker hat, sondern auch allerlei juristische Bedenken und Befürchtungen spielen in das Verbot hinein. So sieht man in dem verbot nicht nur einen Schutz der Spieler vor der Sucht, sondern auch vor einem möglichen Betrug durch Manipulationen am Spiel.

Ebenso befürchtet man das Pokerspiel als Anlaufpunkt für viel kriminelle Energie, die in Aktionen von Steuerhinterziehung bis Geldwäsche münden könnte. Interessanter Weise legt man diese Messlatte nicht an Sport- und Pferdewetten an, denn diese würden ja auf "echten Ereignissen" beruhen.

Bereits vergangenes Jahr kündigte sich diese Entwicklung in Polen an und damals bat die European Gaming and Betting Association: "Wir unterstützen die Intension der polnischen Regierung sich die wachsende Gemeinschaft der Staaten, welche Online Glücksspiel regulieren wollen, anschließt. Dennoch gibt es beim aktuellen Entwurf eine Vielzahl von Hindernissen und Beschränkungen, welche es bereits bei der EU lizenzierten Anbietern erschwert, eine Lizenz für Polen zu erhalten. Wir bitten Polen ihren Entwurf noch einmal zu überdenken und anzupassen, damit sie mit den Regeln der EU konform ist."

Nun hat aber Präsident Bronislaw Komorowski die Gesetzesänderung bereits unterzeichnet und somit stehen dem Online Poker in Polen düstere Zeiten bevor.

geschrieben am 01.07.2011 von Jessica Neumann


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