Pokerweltmeister und die Kunst des Bluffens

Das Pokerspiel hat gerade in den letzten Tagen einen seiner Höhepunkte für Deutschland erreicht: der 22 jährige Deutsche Pius Heinz gewann das Main Event der World Series of Poker (WSOP) und holte damit den Weltmeistertitel nach Deutschland.

Darüber hinaus konnte er das Preisgeld in Höhe von 6,3 Millionen Euro für sich gewinnen. Sein Sieg ist in der Pokerszene in aller Munde und die Branche ist nun hoffnungsfroh, dass Poker dadurch eine weitere Entwicklung macht und der Weltmeistertitel für die Deutschen ein Anstoß für den Boom sein wird.

Bei dem Sieg des Weltmeistertitels gibt es zwei Besonderheiten. Der erste ist die Tatsache, dass in der Geschichte von das erste Mal ein Main Event von einem Deutschen gewonnen und damit der Titel nach Deutschland geholt wurde. Darüber hinaus war das Siegerblatt von Heinz eine wahre Besonderheit: Anna Kurnikowa. Das Blatt setzt sich aus Ass und König zusammen, was in Pokerkreisen genau wie die berühmte Tennisspielerin zwar als schön bezeichnet wird, aber in der Geschichte selten besonders siegreich war.

Dass gerade dieses Blatt bei Heinz zum Sieg führte ist ein Highlight in der Geschichte. Pius Heinz ist ein sehr junger Pokerspieler. Der zweitjüngste in der Geschichte der Weltmeister bei der WSOP.

Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass gerade die junge Generation der Pokerspieler, sich ihr Wissen, Talent und ihre Strategien über das Spielen im Internet angeeignet haben. Viele Profispieler nutzen Online Poker, um ihr Können zu verbessern und zu trainieren. In Deutschland ist allerdings die rechtliche Situation immer noch ungeklärt, was die Zukunft betrifft. Denn bisher ist Online Poker weiterhin noch illegal, außer in Schleswig Holstein.

Der Pokerboom ist im Jahre 2003 ausgebrochen, als Chris Moneymaker mit einer Einzahlung von zwei Dollar am Ende mit einem zwei Millionen Dollar Jackpot nach Hause ging. Aufgrund dieser Geschichte witterten viele das leichte Geld und begannen sich für das Pokerspiel zu interessieren und zu begeistern.

Um mit dem Pokerspiel jedoch wirklich Geld verdienen zu können, brauchen die Spieler in erster Linie eine große Portion Glück und auch genauso viel Talent, Können und Strategie, um in der Pokerwelt bestehen zu können. Turniere scheinen nicht so geeignet, um richtig Geld zu verdienen, da hier viel Konkurrenz herrscht und viel Glück erforderlich ist. Die meisten Spieler verdienen ihr Geld daher über Cashgames oder im Online Bereich.

Das Pokerspiel als solches erfreut sich in Deutschland zwar bereits seit Jahren enormer Beliebtheit und dennoch gibt es wenige Sendeplätze, auf denen Pokerturniere gezeigt werden. Die einzigen Sender, die Poker übertragen sind DSF und das Vierte. Darüber hinaus gibt es ein durch Stefan Raab veranstaltetes Event bei Pro 7, bei welchem er selber, verschiedene Stars und andere Qualifikanten um ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro zocken.

Um als Pokerspieler Erfolg zu haben raten die Profis erst einmal einige Jahre zu üben und zu trainieren. Viele empfehlen hierzu das Training in Online Casinos, da das die einfachste Möglichkeit sei, um das Spiel richtig zu lernen und regelmäßig zu spielen. Erst nach jahrelangem Training würden die meisten empfehlen sich bei einem Pokerturnier auszuprobieren.

Zudem gibt es Bücher über Pokergeschichte, Strategien, Ticks und Tipps, die für Anfänger empfohlen werden. Auch die Filmindustrie hat sich schon früh für die Glücksspielthematik in Filmen begeistert. Pokerfans empfehlen hierbei besonders die Filme "Casino Royale", der wohl als bekanntester Film mit dieser Thematik gilt, aber auch "Der Clou" und "The Cooler" sollen empfehlenswerte Filme sein.

Eine Besonderheit beim Spiel Poker ist das Bluffen. Das ist es, was ein jeder Pokerspieler beherrschen muss. Jeder Spieler muss selbst die Kunst des Bluffens beherrschen und darüber hinaus ist es besonders hilfreich, wenn man als Spieler die Bluffs der anderen entdecken kann.

Besonders hilfreich beim Bluffen und beim Bluff-Lesen sind Hilfsmittel wie die Sonnenbrille oder Mützen, die an den Pokertischen in Turnieren oft getragen werden und oft als Markenzeichen für einzelne Spieler gelten, wie im Falle von Heinz der Kapuzenpulli. Am Ende hat der junge Deutsche seinen Sieg und damit den Weltmeistertitel einem eigenen, gut gelungenen Bluff zu verdanken.

geschrieben am 23.11.2011 von Fabian Fehrmann


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