Not macht erfinderisch

Über die genauen Folgen des "Schwarzen Freitags" kann noch niemand eine Auskunft geben, doch die ersten Firmen in Amerika haben daraus ihre Lehren gezogen. Die Wynn Casino Gruppe ließ verlauten, dass ihre Kooperation mit dem Unternehmen PokerStars mit sofortiger Wirkung nicht mehr bestehe.

Diese Zusammenarbeit bestand erst seit kurzer Zeit und hatte den Zweck, wenn der Online Poker Markt in den Vereinigten Staaten rechtens wird, sich auf diesem Markt zu etablieren. Dieses Vorhaben ist nun nicht mehr spruchreich, aber nicht nur PokerStars gehen die Geschäftspartner flöten, auch bei FullTilt munkelt man, dass die Zusammenarbeit mit der Firma Ferreta Interactive nicht in beidseitigem Einvernehmen niedergelegt wurde.

Dieser Ansicht ist eine Mitarbeiterin des Wall Street Journal. Wynn hat das Ende seiner Kooperation schon bejaht, doch Feretta ließ noch nichts von sich hören. Die Nutzung der obengenannten Seiten ging schlagartig zurück. Die Portale in den USA können nicht mehr genutzt werden, so kamen PokerStars rund 37 Prozent seiner Spieler abhanden.

Bei FullTilt war es über ein Fünftel und ein anderes Netzwerk verlor 19 Prozent. Man hat zwar generell die Möglichkeit, von der Bundesrepublik und Österreich aus auf diese Seiten zuzugreifen, doch diese kapitulieren angesichts der vielen Spieler, die ihr Geld haben wollen.

Besonders die Services im Auszahlungsbereich sind hier regelmäßig überfordert. Ob man sein Geld von diesen Seiten unbedingt wieder holen muss, ist noch unklar. Doch die Geschichte von Banken und Wirtschaft lehrt, dass bei einem solchen Ansturm wenig herauskommt. Den Betreibern macht die Justiz der USA zu schaffen, doch davon könnte manche Pokerseite in Europa etwas mitnehmen.

Bei PartyPoker stieg die Nutzung um 2 Prozent an und auch die Aktien von Bwin/Party Gaming kletterten auch noch ordentlich in die Höhe. Bis vor 5 Jahren, bevor der UIGEA in Kraft trat, dominierte erstgenanntes Unternehmen seine Branche. Als das Gesetz gültig wurde, musste es seinen Platz in den USA und den ersten Rang an PokerStars abtreten.

Man kann davon ausgehen, dass manche Seiten in Europa in Kürze nichts unversucht lassen um die Kunden für sich gewinnen, die sich von den obengenannten Unternehmen abgewendet haben. Das Unternehmen Unibet ging als gutes Beispiel voran. Auch die Hustler Casino Group will dabei nicht zu kurz kommen und macht offensive und zynische Werbung für ihr Online Portal in den Vereinigten Staaten.

geschrieben am 05.05.2011 von Tanja Eberhardt


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