Pokerspiel nicht so gefährlich wie gedacht

Professor Haase gehörte zu den Fachleuten, welche am 2. November in der deutschen Hauptstadt die Forschungsergebnisse zum Thema Spielsucht von "Emnid" präsentierten.

Nach dem Treffen stand der Experte in einem Forum für Pokerspiel noch zu einem detaillierten Gespräch bereit. Zahlreiche seiner Auskünfte stellen hier nicht die Kartenspiele, sondern das generelle Glücksspiel in den Vordergrund. Die Seite "Pokerstrategy", die zudem eine virtuelle Pokerschule ist, machte dieses Gespräch öffentlich.

Nur 33 von rund 15.000 Interviewten machten den Eindruck, eine problematische Vorgehensweise beim Spiel zu haben, in Prozenten ausgedrückt sind dies nicht einmal ein Viertelprozent.

Zu diesem Resultat kamen die Forschungen des Unternehmens. Das Pokerspiels ist nach Aussagen der Seite das Spiel, bei dem die risikogefährdeten Spieler am meisten Geld lassen, aber der Experte, sieht darin keine Bewandtnis, gerade die Nutzer dieses Spiels als Beispiel heranzuziehen.

So wird seiner Meinung nach das Pokerspiel schlechtgemacht und zwar als hauptsächlicher Ausgabengrund für suchtgefährdete Nutzer. Die Zahl der Pokerspieler die suchtkrank sind, unterscheidet sich nicht wesentlich von denen der anderen Formen von Glücksspiel. Wenn man sich vor Augen führt, in welchem Grad das Pokerspiel momentan in den Medien aufzufinden ist, dann kann dies schon als Modeerscheinung angesehen werden.

Der gesellschaftliche Fokus kann sich rasch wieder einem anderen Spiel zuwenden, wie beispielsweise dem Hütchenspiel, so der Experte. Das Interview ergab, dass 97 Prozent der Nutzer das Pokerspiel beendet haben, weil ihnen nicht mehr danach war.

Lediglich drei Prozent sahen sich größeren Problemen bei der Beendigung gegenüber, hierbei ist anzumerken, dass kaum einer von ihnen eine Therapie bräuchte, gab der Experte zu Protokoll. Es sind vielmehr Individuen, welche Schwierigkeiten haben und diese in das Spiel einflechten.

Sollte jemand bereits eine Schwierigkeit haben, dann wäre er bei der Nutzung von anderen Tätigkeiten der Sucht ausgeliefert, so betont es der Experte.

geschrieben am 28.11.2011 von Tanja Eberhardt


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