Das Pokerspiel in Deutschland: Regulierung oder Schwarzmarkt

Poker, auch in Deutschland ein beliebter Volkssport, wird der Meinung vieler Leute nach zu wenig Beachtung geschenkt. Dafür, dass Deutschland nach den USA an zweiter Stelle auf der Rangliste der Top-Poker-Begeisterten steht, ist es ungewöhnlich, dass der Pokermarkt in Deutschland gar nicht richtig vorhanden bzw. reguliert ist.

Kurzum ist das Online Pokern in Deutschland derzeit illegal, wenn man es genau nimmt. Viele bezeichnen den Pokermarkt als eine Grauzone, weil die Regulierungen nicht exakt formuliert sind, was sich in Zukunft nicht nur laut Meinung von Schleswig Holstein, ändern soll.

Seitdem in Deutschland die Technischen Voraussetzungen wie Internet und weitere Hilfsmittel vorhanden sind, ist das Pokerspiel im heimischen Wohnzimmer vor dem Computer immer beliebter geworden. Trotz der Verbote bzw. der gesetzlichen Unklarheit, spielen viele über die Online Casinos gut und gerne die eine oder andere Runde Poker. Ein neuerlicher Andrang auf das Pokerspiel entfachte, als im Jahre 2003 ein großes Turnier in Amerika von einem Amateurspieler gewonnen wurde. Von da an, war Poker in Deutschland bereist eine Art Volkssport mit öffentlichen Turnieren und Ausstrahlungen.

Poker sorgt in der Branche jedoch auch für ständige Diskussionsthemen. Nicht nur, weil der Bereich Poker in den neuen Gesetzesentwürfen nur kaum berücksichtigt und erwähnt ist, sondern vielmehr auch, weil bis heute nicht festgelegt ist, ob Poker zum Glücksspiel hinzu gezählt wird oder nicht. Experten meinen, dass beim Poker vor allem Können gefragt ist und weniger Glück. An deutschen Gerichten zählt jedoch die Meinung, dass beim Poker das Glück schon ausschlaggebend ist und daher wichtiger als das Können. Manche Studien hingegen beweisen, dass Geschicklichkeit beim Poker ausschlaggebend ist. Dies war auch für Italiener die Grundlage Poker nicht unter dem Bereich Glücksspiel zu führen.

Der Gesetzesentwurf von Schleswig Holstein hat das Pokerspiel bereits berücksichtigt und das Parlament hat schon für den Entwurf gestimmt. Dies bedeutet, dass schon im Herbst dieses Jahres eventuell Lizenzen in Schleswig Holstein vergeben werden können. Bei dem Entwurf der 15 übrigen Länder wäre das Pokerspiel nicht reguliert worden, weshalb die EU-Kommission sich auch bereits gegen den Vorschlag entschieden hat.

Die Lage bezüglich des Online-Pokers in Deutschland wird kritisch beäugt. Experten warnen, dass ohne Regulierung keine notwenige Kontrolle möglich ist. Der Spielerschutz könne damit nicht richtig eingehalten werden. Um den Bestimmungen zuzusprechen haben viele Anbieter sich bereits um die Lizenz in Schleswig Holstein beworben, die die Vorlagen und den Spielerschutz erfüllen würden.

Wenn jedoch weiterhin keine Regulierung erfolgen würde, dann würden die Gamer damit automatisch illegal bzw. sogar kriminell handeln. In dem Gesetzesentwurf der Länder ist der Vorschlag für die Bekämpfung der Illegalität und des Schwarzmarktes die Netzsperre einzuführen, wogegen sich die EU-Kommission doch bereits lautstark gegen ausgesprochen hat.

Durch die Illegalität und die nicht vorhandene Regulierung des Online Pokers verliert Deutschland in gewisser Weise auch Steuergelder die eingenommen werden können, wenn festgelegte Regelungen herrschen würden. Die Besteuerung von Online Poker wäre laut Statistiken vergleichbar mit den Steuereinnahmen durch Sportwetten, also ein lohnenswertes Geschäft.

Schleswig Holstein hat in Bezug auf diese angesprochenen Probleme und Verbesserungsvorschläge eine Vorreiter Rolle, da die Ideen und Vorschläge des Bundeslandes für Deutschland erträglich und positiv helfen könnten, wenn sie denn im Laufe der Zeit umgesetzt würden.

geschrieben am 05.07.2011 von Fabian Fehrmann


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