Pokerspiel als Weltkulturerbe

In Österreich ist derzeit wieder die Diskussion um das beliebte Pokerspiel ein aktuelles Thema. Während Poker noch vor einigen Jahren mit verrauchten Hinterzimmern, Kriminalität und dem Rotlichtmillieu in Verbindung gebracht wurde, so hat das beliebte Kartenspiel heute bereits einen großen gesellschaftlichen Stellenwert in Österreich.

Hier spielen nicht nur Durchschnittsbürger, sondern auch Stars, Politiker und Minister. In Österreich gehört Peter Zanoni zu den Pokerexperten, denn er betreibt vor Ort über 13 Casinos der Concord-Gruppe. In einem Interview gibt er an, dass Poker heutzutage zum UNESCO-Weltkulturerbe gemacht werden sollte. Beim Poker kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem sozialen Stand an einem Tisch zusammen und können hier, dank der Gemeinsamkeit des Pokerspiels, problemlos miteinander harmonieren, dies sei eine ausschlaggebende Besonderheit beim Pokerspiel.

Die Regulierung des Pokerspiels ist nicht besonders leicht. Seit Jahren schon soll von Seiten des Finanzministeriums eine Regulierung erfolgen, die sich jedoch schwieriger gestaltet als vorher angenommen. Die Beliebtheit des Pokerspiels wächst stetig und genau diese Tatsache scheint den Staat besonders zu stören. In Bezug auf das beliebte Kartenspiel herrscht seit jeher Uneinigkeit, ob das Pokerspiel als Glücksspiel oder als Geschicklichkeitsspiel durchgehen kann. Während der Staat seit jeher versucht Poker als Glücksspiel einzuordnen, spricht an dieser Stelle die Tatsache dagegen, dass zwar eine kleine Glücksspielkomponente bei dem Spiel vorhanden ist, in erster Linie doch Geschicklichkeit und Können von Nöten sind, um bei dem Spiel zu überzeugen.

Das Finanzministerium ist bisher eher erfolglos, wenn es darum geht, das Pokerspiel aus Österreich zu vertreiben. Groß angelegte Razzien brachten bisher nicht die gewünschten Erfolge. Betreiber wie Zanoni sehen sich auf der sicheren Seite, denn bisher sei keine der Anklagen zu einer Strafe geworden. Umso mehr Unverständnis herrscht auf Seiten der Anbieter, dass das Finanzministerium und der Staat nicht daraus lernen und weiterhin versuchen ergebnislos gegen das Pokerspiel vorzugehen.

geschrieben am 24.03.2014 von Jessica Neumann


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