Pokerräuber aus dem Rio vor Gericht

Im Februar diesen Jahres gab es eine spektakuläre Nachricht aus dem Rio Hotel und Casino, wo einer der Pokerstische von einem bewaffneten Räuber überfallen wurde. Das ganze hatte auch einen dezent albernen Ton, denn der Mann der den überfall durchführte war mit einer Bunten Perücke, einer großen Sonnebrille, einem angeklebten Schnurrbart und einem Filzhut maskiert.

Auch die Rahmenbedingungen für die Tat ließ so manchen verständnislos den Kopf schütteln, denn der Räuber flüchtete in nichts anderem als einem Taxi vom Tatort. Schon damals war klar, das man ihm über diesem Umstand recht einfach auf die Schliche kommen könne, denn die Taxis in Las Vegas werden schließlich mit Video und Ton überwacht. Zwar war der Fahrer des Fluchtwagens in die Tat eingeweiht und war so schlau etwas vor die Kamera im Taxi zu hängen, aber der Ton wurde nicht blockiert und so wurde das Gespräch die beiden Flüchtigen mitgeschnitten, samt ihrer Diskussion wie die Tat verlaufen war.

Nun stehen die Pokerräuber aus dem Rio vor Gericht und müssen sich wegen Verschwörung zum versuchten Raub, Einbruch und bewaffneten überfall verantworten. Das sind schwerwiegende Anschuldigungen, geht man in den Staaten doch bei bewaffneten überfällen stets äußerst hart zu Gericht.

Der Fahrer des Taxis - ein 61 jähriger Mann - hat bereits gestanden und hofft sicher über diesen Wege, eine mildere Strafe zu bekommen. Er wurde direkt nach der Tat von der Polizei aufgenommen und war nach eigener Aussage nicht weiter in die Tat verwickelt, als der Fahrer des Fluchtwagens zu sein. Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere mutmaßliche Täter: Edward Hua Land und ein gewisser Steven Gao. Letzterer ist dabei der Hauptverdächtige der Staatsanwaltschaft und befindet sich nicht in Haft, sondern ist geflüchtet.

Edward Hua Land befindet sich derzeit auch auf freien Fuß, da er die Kaution von 125 tausend Dollart aufbringen konnte. Er und seine Anwältin beteuern seine Unschuld. Er soll lediglich ein bekannter der hauptverdächtigen und flüchtigen Steven Gao sein. Ob dies der Fall ist, muss wohl das Gericht entscheiden.

geschrieben am 03.05.2011 von Tanja Eberhardt


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