Poker Betrug in Cannes mit gezinkten Karten

In Cannes wurden letzte Woche fünf Personen festgenommen, die unter Betrugsverdacht stehen. Bei drei von ihnen ist der Verdacht inzwischen schon fast zur Gewissheit geworden.

Die drei italienischen Spieler sollen sich im Cannes an den Stud Pokertisch gesetzt haben und ganz gezielt die Karten markiert haben. Zwei weitere verhaftete Personen sind ein Dealer, dem die Zusammenarbeit mit den Betrügern vorgeworfen wird und ein weiterer Verdächtiger, der mit der Angelegenheit in Verbindung gebracht wird. Der Erlös dieser Masche fiel dabei recht ansehnlich aus. So soll laut Angaben der Polizei in Cannes mehr als 60 tausend Euro erbeutet worden sein.

Die Mache der Betrüger war dabei ausgesprochen raffiniert - um nicht zu sagen "high-tech". Denn sie markierten die Karten mit unsichtbarerer Tinte, die nur mit speziellen Linsen sichtbar wurde. Diese Linsen waren in den Sonnenbrillen verarbeitet, welche die drei Hauptverdächtigten während ihrer Pokersessions in Cannes benutzten. So konnten sie die Spieler an den dortigen Tischen gezielt ausnehmen und ordentlich Gewinn einsacken.

Dabei hatte diese organisierte Bande wohl schon mehrere Casinos hinter sich, in denen sie diese High-Tech-Masche abgezogen haben. Einer der Favoriten war dabei das Casino an der Cote dAzur. Festgenommen wurden sie schließlich im Casino Barriere Les Princes, wo sie an mehreren Abenden hintereinander viel zeit an den Spieltischen verbrachten. An einem Abend machten sie dort einen Umsatz von ca. 44 tausend Euro - eine Summe, die auch in größeren Casinos auffällt. Jedenfalls wurde das Casinopersonal aufmerksam. Als sie am Tag darauf wieder mit einem ähnlichen Erfolg an den Tischen saßen, wurde das Sicherheitspersonal informiert und beim Verlassen des Casinos wurden die Bande hochgenommen.

Dies ist wohl bisher der größte Betrug in dieser Form, der in Europa an das Licht der öffentlichkeit kam. Es stellt sich malwieder die Frage, ob man weiterhin Sonnenbrillen an Pokertischen erlauben darf, wenn solche technischen Betrugsmittel möglich sind.

geschrieben am 18.10.2011 von Fabian Fehrmann


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