Washington setzt Poker-Sperre durch

In Washington wurde nun eine für die Pokerszene sehr unerfreuliche Sperre bis in die letzte Konsequenz durchgesetzt; in Washington darf im Internet nicht mehr gepokert werden. Die Rede ist natürlich von dem Bundesstaat Washington, nicht von der gleichnamigen Stadt. Der Staat liegt im Nord-Westen der Vereinigten Staaten und hat seinen Verwaltungssitz in Seattle, - der größten Stadt im Nordwesten der USA.

Dass es nun den beinahe 6,5 Millionen Einwohnern des Bundesstaates verboten ist, im Internet zu pokern, geht auf eine Entscheidung des höchsten Gerichts von Washington zurück, die letzten Monat gefällt wurde. Damals wurde das grundsätzliche Verbot von Poker bestätigt und die Online Anbieter mussten ihre Konsequenzen ziehen.

Zuerst leitete Pokerstars entsprechende Schritte ein, um den Auflagen des Gesetzes nachzukommen. Dieser Anbieter regelte es so, dass alle seine Spieler mit einer Wohnanschrift im Bundesstaat Washington für das online Spiel gesperrt wurden. Damit ist einem Spieler, der in Washington ansässig ist, grundsätzlich das Spielen bei Pokerstars verboten.

Etwas anders organisierte Full Tilt es, die Poker Sperre umzusetzen. Bei diesem Anbieter sperrte man den Zugang zu den Poker Tischen für alle inländischen Internetzugänge. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Pokerfan aus Washington theoretisch nach wie vor spielen kann, wenn er nu die Grenzen des Bundesstaates dazu verlässt.

Wie viele Pokerfans unter den fast 6,5 Millionen Einwohner von Washington nun eigentlich betroffen sind, ist derzeit kaum zu sagen. Wer derzeit noch hofft, dass sich dort für Poker das Blatt noch wenden könnte, setzt vermutlich auch auf das falsche Pferd. Die kürzlich stattgefundenen Kongresswahlen wurden mit einem Sieg der Republikaner abgeschlossen und diese stehen dem Pokerspiel nicht gerade positiv gegenüber.

Damit wird sämtlichen Befürwortern des Online Pokers - wie beispielsweise dem Abgeordneten Barney Frank - das Leben deutlich schwerer gemacht. Hoffen wir mal, dass dieser Trend hierzulande keine Schule macht.

geschrieben am 18.11.2010 von Tanja Eberhardt


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