Poker im chilenischen Bergwerk

Am 5. August geschah das große Unglück in dem chilenischen Bergwerk, bei dem insgesamt 33 Bergleute in einer Tiefe von beinahe 700 Metern durch Schutt und Geröll verschüttet wurden. Nun harren sie schon seit fast einen Monat dort unten aus und warten auf die Rettung, die sich auch durchaus noch etwas hinziehen kann.

Die Regierung von Chile hat bereits angekündigt, die Bergwerkarbeiter bis zum 18. September wieder heil und gesund ans Tageslicht zu bringen, weil dort eine ziemlich große Nationalfeier stattfindet - 200 Jahre chilenische Unabhängigkeit. Aber Experten sind skeptisch, ob dieser Zeitplan stimmt.

Nun kann man fragen, was dieses Unglück mit Poker zu tun hat: während nämlich die Arbeiter von außen sich jeden tag 10 bis 20 Meter zu den verschütteten Menschen vorarbeiten, sitzen die dort unten bei einer Temperatur von 30 Grad auf engem Raum und haben nichts zu tun, außer den ganzen Tag Poker zu spielen.

Eine Tochter eines der verschütteten Bergmänner namens Carolina Lobos äußerte sich dementsprechend gelassen: "Ich sorge mich nicht um meinen Vater. Ich weiß, er ist glücklich und zufrieden da unten, weil er viel Poker spielt. Das tut ihm gut."

Wie genau das Kartenspiel samt Chips zu den Bergwerklern nach unten gelangt ist, ist nicht genau überliefert. Es wird allerdings vermutet, dass es über einen schmalen Schacht nach unten gelangte, über den die Verschütteten auch mit Essen versorgt werden. Die überlebenden des Unglücks werden heilfroh über den Menschen sein, der diesen genialen Einfall hatte. Denn überleben auf so engem Raum ist gar nicht so einfach, wenn man mit 33 Menschen zusammen gepfercht ist. Stress ist da ein ständiger Begleiter. Man holte sogar eine U-Boot-Kapitän an die Unglücksstelle, damit dieser die Bergwerkler mit Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen könne.

Tatsächlich hilft aber das pokern in der Tiefe besser als die Tipps des Kapitäns. Seitdem die Verschütteten nämlich pokern hat sich ihre Laune und ihre Lebensqualität hat sich deutlich verbessert.

geschrieben am 10.09.2010 von Jessica Neumann


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