Poker - Geschicklichkeits- oder Glücksspiel?

Schon etliche Jahre wollen zahlreiche Pokerspieler die Erkenntnis, dass ihr Spiel unter die Geschicklichkeitsspiele fällt und als Sport angesehen wird.

Die Regierung dagegen ordnet das Spiel den Glücksspielen zu. Herr Scharf tritt in diesem Fall dem Finanzamt entgegen. Man verlangt von ihm, Abgaben zu entrichten; aus diesem Grund will er vor Gericht darlegen, dass sein Spiel zu den Glücksspielen gehört. Der professionelle Pokerspieler kämpft seit letztem Jahr gegen ein Anliegen des Finanzamts von vor vier Jahren. Berichten zufolge ist es möglich, den "Kampf" in den kommenden vier Monaten zu beenden.

Das Finanzamt ist der Meinung, dass der Herr, der vor acht Jahren den 15. Platz bei der Hauptveranstaltung der Poker-WM machte, sein Spiel als Beruf ausübt und somit auch mit Steuern zu belegen ist. Das Amt war gegen den Einspruch und die Aussetzung der Vollziehung, so dass der Herr sein Anliegen vor dem Finanzgericht in Köln vorbrachte.

Nach Meinung des Amtes zählt Poker zwar zu den Glücksspielen, doch der Herr zählt zu den Spielern mit Erfahrung, so dass es ihm möglich ist, Vorteile gegenüber den Gegnern zu haben. Dem Herrn und seinem Anwalt geht es im Prozess darum, dass beim Pokerspiel das Glück im Mittelpunkt steht.

Der Entschluss des Kölner Gerichts beendet nicht nur das Anliegen von Scharf, sondern ist möglicherweise auch ein Urteil mit großen Konsequenzen. Wenn die Instanz nämlich zu dem Schluss kommt, dass Poker den Geschicklichkeitsspielen zuzuordnen ist, dann wird so mancher Betreiber von virtuellem Glücksspiel mit Sicherheit Maßnahmen ergreifen, damit er die Erlaubnis von virtuellem Pokerspiel sicher hat.

Wenn das Gericht aber zugunsten des Finanzamts entscheidet, dann würde das bedeuten, dass Profispieler auch die Verlustsummen anbringen können. Wenn man den Verlustteil der Spieler betrachtet, dann würde die Regierung hierfür jährlich eine Menge Geld bezahlen müssen.

geschrieben am 22.08.2012 von Fabian Fehrmann


2018-10       2018-9       2018-8       2018-7       2018-6       2018-5       
2018-4       2018-3       2018-2       2018-1       2017-12       2017-11       
2017-10       2017-9       2017-8       2017-7       2017-6       2017-5       
2017-4       2017-3       2017-2       2017-1       2016-12       2016-11       
2016-10       2016-9       2016-8       2016-7       2016-6       2016-5       
2016-4       2016-3       2016-2       2016-1       2015-12       2015-11       
2015-10       2015-9       2015-8       2015-7       2015-6       2015-5       
2015-4       2015-3       2015-2       2015-1       2014-12       2014-11       
2014-10       2014-9       2014-8       2014-7       2014-6       2014-5       
2014-4       2014-3       2014-2       2014-1       2013-12       2013-11       
2013-10       2013-9       2013-8       2013-7       2013-6       2013-5       
2013-4       2013-3       2013-2       2013-1       2012-12       2012-11       
2012-10       2012-9       2012-8       2012-7       2012-6       2012-5       
2012-4       2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       2011-11       
2011-10       2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       2011-5       
2011-4       2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       2010-11       
2010-10       2010-9       2010-8       2010-7       2010-6       2010-5       
2010-4       2010-3       2010-2       2010-1       2009-12       2009-11       
2009-10