Hohensyburg und ihre Poker-Desaster

In dem Dortmunder Casino Hohensyburg läuft alles nicht so recht, wie es soll. Trotz eines breiten Angebotes an Poker samt Turnieren bleiben die Spieltische des Casinos viel zu leer und man munkelt, dass es bereits einige Entlassungen von überflüssig gewordenen Croupiers gegeben habe. Was soll man auch mit Kartengeber, wenn ihre Tische nicht gespielt werden.

Um mal wieder ein echtes Erfolgserlebnis zu haben, startete man am vergangenen Sonntag das Dortmunder Autumn Masters, welches viele Spieler an die Tische locken sollte. Gespielt wurde Texas Holdem Freezeouts in Levels von 45 Minuten Dauer bzw. nach Abschluss der Vorrunden 60 Minuten. Die Buy-Ins lagen bei 400 Euro und man warb um die Gunst der Spieler mit dem Versprechen, dass die Buy-Ins zu 100 Prozent in den Preispool wandern würden. Um allen heranströmenden Pokerfans Platz zu bieten wurden insgesamt 4 Starttage angesetzt.Allerdings steht schon jetzt in Frage, ob diese Maßnahme wirklich nötig war, denn am ersten Starttag konnte man nur 55 Namen auf der Teilnehmerliste lesen.

Aber woran liegt es, dass das Hohensyburg so hinter den Erwartungen zurückbleibt? Manche vermuten, es hat noch immer etwas mit der Rebuy-Affaire vom vergangenen Jahr zu tun. Damals - im Februar 2009 - waren bei einem Turnier irgendwie rund 2,5 tausend Euro aus dem Preispool entwendet worden. Niemand weiß bis heute, wie es zu diesem Debakel gekommen war. Polizei legte den Fall irgendwann zu den Akten und der Spielbetrieb ging weiter. Tatsächlich trug so ausschließlich das Casino den Schaden, denn die Preissumme wurde vom Budget des Hauses aufgefüllt und voll ausgezahlt. Dennoch scheinen die Dortmunder Pokerfans diese Angelegenheit nicht vergessen zu haben und viele meiden die Angebote des Hauses. Der Image-Schaden wiegt also deutlich schwerer als die entwendete Summe aus dem Preispool.

Angeblich wird in dieser Rebuy-Affaire nun wieder ermittelt, weil ein neuer Zeuge aufgetaucht sei. Ob diese neuerlichen Bemühungen der Staatsanwaltschaft aber den Schaden beheben können, der bereits entstanden ist, bleibt durchaus fraglich.


geschrieben am 28.09.2010 von Tanja Eberhardt


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