Poker als Olympische Disziplin

Um in die Reihen der olympischen Sportarten aufgenommen zu werden, erfüllt Poker ja so einige Vorraussetzungen. Doch leider hat es das beliebte Kartenspiel noch immer nicht in die Riege der olympischen Spiele geschafft.

Die olympischen Sommerspiele in London laufen auf Hochtouren und wieder ist Poker als Disziplin nicht vertreten. Stattdessen wird gesprungen, gelaufen, geschwommen und gedopet was das Zeug hält.

Die Aufnahmekriterien für olypmischen Sportarten sind für Poker eigentlich erfüllbar. Um als olympische Sportart anerkannt zu werden muss eine Sportart zunächst einmal weit verbreitet sein, das hei&suml;t für den Männersport, dass der Sport in mindestens 57 Ländern auf vier Kontinten betrieben werden muss. Bei Frauensport reichen 40 Länder und nur drei Kontinente. Poker ist weit verbreitet und es gibt gro&suml;e internationale Turniere in Europa, Nord und Südamerika, in Asien und Australien, da hätten wir schon mal 4 Kontinente zusammen. Poker wird zudem in mehr als 75 Ländern weltweit gespielt.

Die Sportart muss sich au&suml;erdem den Anti-Doping Ma&suml;nahmen der Olympischen Bewegung unterwerfen und darf nicht auf einen mechanischen Antrieb, wie beispielsweise einen Motor angewiesen sein.

Auch Dopingtechnisch ist Poker völlig unverdächtigt, Motor wird noch keiner benötigt. Auch typisch für olympische Sportwarten sind die Vielzahl an Disziplinen. Beim Schwimmsport, Leichtathletik und Ballsport werden zahlreiche Varianten angeboten. Poker kann in verschiedenen Varianten gespielt werden vom Heads-up bis zum MTT, von High bis Low, von Stud über Draw bis Hold?em. Die Möglichkeiten sind also vielfältig.

Natürlich sollte bei einem richtigen Pokerspiel um Geld gepokert werden. Da das bei einer olypmischen Sportart nicht sein darf, lassen wir das Buy-In einfach weg. Poker ist ja flexibel und so wird einfach um den olympischen Titel gepokert, das sollte Motivation genug sein.

Jeder Olympia-Sportler muss natürlich bestimmte Qualifikationen nachweisen können. Auch das sollte beim Poker nicht so schwer sein. Möglichkeiten gibt es genug; Online Bilanzen oder Live Turniere in denen Spieler eine bestimmte ITM Rate erfüllen müssen. Beispielsweise könnte man Olympia-Qualifikationsturniere veranstalten und bestehende Turniere bei der Qualifikation mitzählen lassen.

Schwer zu definieren ist beim Poker der Unterschied zwischen Profi und Amateur, wie lässt sich feststellen wer Pokerprofi und wer Amateur ist. Das Internationale Olympische Komitee hat die Vorgaben hinsichtlich des Amateurstatus weitgehend aufgehoben, heute gilt das nur noch für Boxer, selbst da gibt es aber noch Ausnahmen.

Auch um den Glück-Faktor beim Poker kommen wir leider nicht herum. Wer ein Olympisches Turnier gewinnt, dem wird man nachsagen, er habe nur Glück gehabt. Glück spielt natürlich bei jedem Pokerspiel eine Rolle. Da beim Poker grundsätzlich immer nur ein Spieler der Beste sein kann, bleibt eine Menge Frustation übrig. Wobei Glück eigentlich bei fast allen Sportwarten ein wesentliches Element ist.

Unser Fazit also - Poker sollte eine olympische Disziplin werden. Leider stehen die Chancen aber schelcht, denn Poker müsste vom IOK zunächst einmal als Sportart anerkannt werden. Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt, denn das Poker ein Kartenspiel ist, hat für das IOK keine wesentlich Bedeutung. Bridge und Schach stehen auf der Liste des IOK, und vielleicht findet auch das strategische Potenzial beim Poker die Anerkennung des IOK.

geschrieben am 09.08.2012 von Tanja Eberhardt


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