Ivey vs Full Tilt - mehr zur Situation

Phil Iveys Statements schlugen ein wie eine Bombe in der Pokerszene. Seine Entscheidung nicht an der World Serie of Poker 2011 teilzunehmen, weil US-Amerikanische Spieler bei Full Tilt ihre Gelder nicht ausgezahlt bekommen auf der einen Seite und das Einreichen einer Klage gegen Tiltware - der Marketing- und Softwarefirma hinter Full Tilt - auf der anderen Seite. Für beides bekommt Phil Ivey nun unterschiedliche Reaktionen aus unterschiedlichen Richtungen.

Für das Boykott der WSOP bekommt er derzeit von zahlreichen Poker-Kollegen Schulterklopfer. Tony G meinte, es sei großartig das jemand hier Stellung beziehe. Daniel Negreanu bewundert ebenfalls die Entscheidung und meinte, er könne auch nachvollziehen, dass sie ihm schwer gefallen sei. Tim West kommentierte die Entscheidung von Ivey sogar überschwänglich: "Im fucking love you Phil." Den witzigsten Kommentar aber gab es von Berry Greenstein, der trocken schrieb: "Phil called me and screamed into the phone for 5 minutes, so I cant really say I talked to him about the post."

Dem gegenüber steht nun aber die Klage gegen Tiltware, die durch Äußerungen von Phil Ivey Anwalt - mit Namen David Chesnoff - klarere Forman angenommen haben. Laut ihm sind Phil Ivey durch Vertragsbruch, Rufschädigung und so weiter durch 150 Millionen Dollar Schaden entstanden. Eine wahnwitzige Summe, die aber ein klares Statement seitens des Poekr Profis setzt. Ein anderes klares Statement ist in der Anklageschrift enthalten, nämlich das Phil Ivey wohl nichts von davon wusste, dass Full Tilt US-Amerikanische Gesetze verletzen würde.

Nun meldete sich auch ein Vertreter von Full Tilt zu Phil Ivey Äußerungen zu Wort und findet dafür klare Worte: "Im Gegensatz zu seinen scheinheiligen, öffentlichen Statements hilft der wertlose Rechtsstreit nur einem Spieler - und zwar ihm selbst. Um sich selbst auf Kosten anderer zu bereichern, hat Herr Ivey einen Klage gestartet, um bevorstehende Verhandlungen mit verschiedenen Parteien, welche für die Auszahlung der Spieler aufkommen würden, auszubremsen.

Fest steht, dass Herr Ivey dazu eingeladen wurde, unterstützende Maßnahmen - dazu gehört die Rückzahlung einer großen Summe, welche er der Seite schulde - für das Unternehmen vorzunehmen, dies jedoch ablehnte. Tiltware bezweifelt, dass Iveys Anklage jemals den Weg zum Gericht finden wird. Falls doch, freut sich das Unternehmen darauf, Fakten zu präsentieren, welche offenlegen, dass Ivey seine eigenen finanziellen Interessen über andere Spieler stellt, denen er angeblich hilft."

geschrieben am 09.06.2011 von Fabian Fehrmann


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