Vanessa Selbst gewinnt bei Partouche Poker Tour

Im Vorfeld war das Finale der Partouche Poker Tour ziemlich skandalumwittert. Die größten Wellen schlug dabei die Disqualifikation des deutschen Spielers Ali Tekintamgac, der angeblich mit Hilfe eines Komplizen die Holecards seiner Gegner ausgespäht hatte. Der Final Table konnte an Unterhaltung nun aber dennoch überzeugen und brachte einen Sieger hervor; aber leider nicht für einen Deutschen.

Der letzte deutsche Spieler im Turnier musste nämlich ziemlich schnell wieder von Final Table aufstehen. Das war Tobias Reinkemeier, der bereits zu Beginn des finalen Tisches keinen besonders gesunden Chipcount mehr hatte. Mit 819 tausend Chips war nur ein einziger Spieler schlechter dran als er und ausgerechnet in den ersten Händen lief er in eine ärgerliche Falle. Die Holecards brachten Reinkemeier direkt zwei Queens auf die Hand; ein wirklich gutes Blatt und der Deutsche ging schon vor dem Flop All-In. Leider callte Raphael Kroll seinen push und deckte ein Pärchen Könige auf. Pech gehabt - auch als das Board aufgedeckt wurde. Aber immerhin gab es für Reinkemeier ein Preisgeld über 130,7 tausend Euro als Trostpflaster.

Am Samstag des vergangenen Wochenendes trug sich diese Szene zu und auch danach dünnten sich die Reihen deutlich aus. Als letzter ging Fabrice Soulier aus dem Rennen, der für die Bronze-Medaille bereits eine halbe Millionen Euro einkassierte. Danach ging die Runde auseinander um am Sonntag für das Heads-Up wieder frisch ausgeruht zu erscheinen. An diesem Tag saßen dann nur noch Raphael Kroll und Vanessa Selbst am Tisch. Ersterer hatte sich bereits als sehr gefährlicher Spieler am Tisch offenbart, aber Vanessa Selbst strotzte ebenso vor Selbstbewusstsein. Das konnte sie auch, schließlich hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt eine überragende Leistung während des Turniers gezeigt und war auch als Chipleader an den Tisch gegangen.

Und im Heads Up machte Selbst dann kurzen Prozess; nur gerade mal sechs Hände dauerte es, da schob Kroll seine letzten Chips in die Mitte. Auch hier war ein Paar aus Damen im Spiel, aber diesmal hielt Selbst diese in den Holecards und Kroll hielt lediglich König - Sechs. Der Flop brachte ihm keine Rettung und das Turnier war vorbei. Für den zweiten Platz bekam der Franzose ganze 800 tausend Euro als Siegesprämie und Vanessa Selbst erhielt neben dem Titel stattliche 1,3 Millionen Euro.

geschrieben am 12.11.2010 von Fabian Fehrmann


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