Online Poker auf Herz und Nieren geprüft

Seit ein paar Jahren änderte sich die Einstellung in Bezug auf die Ernsthaftigkeit des virtuellen Pokers mehrere Male.

Es gab auch Verschwörungsmutmaßungen in Bezug auf "Cash-Out Course" sowie das "Pot-Juicing". Mit diesen Maßnahmen, so glaubte man, hatten die Seiten vor, mehr Spannung und mehr Rake zu schaffen.

So mancher Spieler war der Ansicht, dass die Verlustgefahr geringer ausfällt, wenn er von 1 bis 10 zählt, bevor er das "All-In" betritt. In einem Casino der britischen Hauptstadt ist man der Ansicht, dass nur zwielichtige Personen und Geisteskranke das Online Poker nutzen.

Das Online Poker Spiel sieht sich keiner rosigen Situation gegenüber. Die Ereignisse rund um den "Schwarzen Freitag" und die Spekulationen in Bezug auf die Pokerseite "FullTilt" bescherten dem Onlinespiel eine massive Rufschädigung. Eine namhafte Seite wie diese gerät richtig ins Straucheln und fällt sehr tief, dies konnte man sich nicht vorstellen, dies gibt den Kritikern Nahrung.

Der Großteil der Spieler im Netz sieht "Bad Beats" und "Downsizing" als zum Spiel zugehörig an. Diese These ist ein Nebeneffekt der Varianz. Für die Kritiker besteht aber Hoffnung, da sich eine Internetseite nun damit befasst, diese Frage zu lösen. "Online Poker Watchdog" leitete Tests mit zahlreichen genutzten Händen von namhaften Webseiten für Online Poker in die Wege.

Damit soll nun geklärt werden, ob statistische Hinweise auf Manipulationen vorliegen. Die Internetseite beurteilt sich als neutraler Prüfer auf statistischem Gebiet. Ihre Mission ist es zu garantieren, dass das Spiel ohne Pfuschereien abläuft. "PokerStars", "Party Poker" sowie "OnGame" wurden dieser Prüfung unterzogen, diese setzt sich aus zwei Tests zusammen.

Die Resultate glichen sich bei allen drei Unternehmen recht viel und waren unkompliziert. Zuerst wurden mehr als eine Million an Händen in eine Datenbank überführt und die Hände mit denen man rechnete, wurden mit denen gegenüberstellt, die in der Realität gewonnen haben.

Der zweite Test bestand darin, Hände, die mithilfe eines Preflops im Vorteil waren von denen zu separieren, die Nachteile hatten und sie dann gegenüberzustellen. Die überprüfung von "PokerStars" basierte auf einer Probe in Höhe von einer Million Händen und rund 70.000 Preflops von Turnieren im "Sit-N-Go" Bereich.

Die Statistik ging von 35.748 Händen aus und in Wirklichkeit waren es 102 gewonnene Hände mehr. Diese Abweichung entspricht einem Plus von 102. Diese Zahl war sehr nahe beim normalen Wert. Beim Gegenüberstellen der Preflops erreichte man wieder einen dem normalen Wert nahe Zahl.

Das Glücksspielunternehmen "PartyPoker" ließ rund 1,3 Millionen Hände prüfen und auch rund 12.000 Hände aus der Pokerversion "Dollar 50NL Full-Ring Cash-Games" wurden auf Herz und Nieren geprüft. Statistiken zufolge sollte dieser Wert bei rund 6.300 gewonnenen Händen liegen, er belief sich aber auf rund 6.200 der Hände. Dies entsprach einer normalen Abweichung von -68, auch der "Preflop-All-In"- Vergleich lag recht nahe am normalen Wert.

Bei "OnGame" nahm man rund anderthalb Millionen Hände unter die Lupe, auch mehr als 12.000 Hände vom Spiel "Dollar30 NL short-handed Cash Games" wurden gründlich untersucht.

Die Statistiker rechnen hier mit rund 6.500 Händen, die zum Sieg geführt haben. Es stellte sich heraus, dass mehr als 6.400 Hände zum Gewinn geführt haben, dies entspricht einer normalen Abweichung in Höhe von -2,5. Der "Preflop-All-In"- Vergleich war dem normalen Wert wieder einmal sehr ähnlich.

Die Statistiken des Unternehmens "Online Poker Watchdog" sind eindeutig. Bei jedem der drei der Anbieter waren keine Hinweise auf Betrügereien oder illegale Maßnahmen zu finden.

Die Mehrheit der Spieler war ohnehin nie davon überzeugt, dass diese Form des Glücksspiels irgendwie Pfuschereien zum Opfer fallen könnte. Diese Auswertung liefert hoffentlich einen Beweis dafür.

Die juristische Lage in Bezug auf Online Poker ist in zahlreichen Staaten nicht eindeutig geregelt, aber die namhaften Betreiber arbeiten auf ehrliche Art und Weise.

geschrieben am 11.08.2011 von Jessica Neumann


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