Namensänderung beim VfB Stadion

Der VfB ist einen neuen Vertrag eingegangen und zwar mit dem Glücksspielunternehmen Pokerstars.de. An dieses hat der Fußball-Regionalligist nämlich den Stadionnamen verkauft, für eine stolze Summe von 120 000 pro Saison und erst einmal auf die nächsten zwei Jahre begrenzt.

Das Stadion Lohmühle wird somit zukünftig, zumindest aber für die nächsten zwei Jahre, den Namen "Pokerstars.de-Stadion an der Lohmühle" tragen.

Nach den zwei Jahren kann der Verein dann erneut entscheiden, ob dieser verlängert werden soll. Eine eventuelle Verlängerung wäre dann bis zum Jahr 2016 geplant. Für den VfB kommen die Gelder, die durch den Namensverkauf in die Kassen des Vereins flie?en gerade Recht, denn der Verein hatte sich bis zuletzt auf rund 800 000 verschuldet.

Die öffentliche Werbung von Glücksspielanbietern war bisher in Deutschland komplett verboten. Doch seit dem neuen Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein ist es Unternehmen vor Ort erlaubt, ihr Angebot zu bewerben. Der im Landtag zuständige Fraktionsvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, hält diese Möglichkeit für äu?erst positiv.

Gerade im Falle des VfB werde deutlich, wie wichtig die liberale Regelung des Glücksspiels in Schleswig-Holstein sei. Durch die finanzielle Not des Vereins, hätten die Sportler beinahe keinen Ausweg mehr gehabt, doch durch das neue Glücksspielgesetz kann Pokerstars.de nun als Sponsor auftreten und vielleicht bekommt der VfB dadurch sogar die Möglichkeit, wieder von der vierten in die zweite Liga aufzusteigen.

Das Glücksspielunternehmen Pokerstars gab in einem Interview an, dass sie sich besonders freuen, einem Verein wie dem VfB durch diese Aktion unter die Arme greifen zu können. Der Sportverein habe eine lange Tradition, deshalb wolle der Glücksspielanbieter genau diesem Verein helfen. Wenn die Möglichkeit bestehe, den Verein dadurch wieder nach vorne zu bringen, dann habe das Unternehmen richtig gehandelt, so die Sprecher von Pokerstars.

Doch neben den positiven Meinungen zu den neusten Entwicklungen rund um die Lohmühle, trifft diese Entscheidung nicht nur auf Gegenliebe. Von Seiten der SPD wurde deutlich, dass diese Entwicklungen nicht gut geheißen werden, auch wenn die schwierige Finanzlage einleuchtend sei. Doch die Zusammenarbeit bzw. der Verkauf des Stadions an einen Glücksspielanbieter könne hier nicht nachvollzogen werden.

Trotzdem der Vertrag bereits beschlossene Sache ist, muss der VfB einige Richtlinien berücksichtigen. Denn neben der Liberalisierung in Schleswig-Holstein ist das bewerben von Sportveranstaltungen von Seiten verschiedener Glücksspielunternehmen im Rest des Landes nicht erlaubt. Daher dürfe der neue Name des Stadions beispielsweise nur Außen angebracht werden, da im Inneren des Stadions die Gefahr zu groß sei, dass bei eventuellen Fernsehübertragungen die Werbung im öffentlichen Fernsehen, also auch außerhalb von Schleswig-Holstein, zu sehen sein würde.

In solch einem Fall müsste der VfB mit hohen Strafen rechnen, im Bereich von rund 500.000 Euro. Vorsicht ist also geboten, damit sich der Sportverein durch diesen neusten Schritt am Ende nicht noch mehr in die Schulden treibt.

geschrieben am 26.12.2011 von Jessica Neumann


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