Michael Keiner appelliert an Ministerpräsidenten

In dieser Woche lief die Diskussion um die Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes in eine neuerliche heiße Phase ein. Der Grund dafür war die Konferenz der Ministerpräsidenten, die am 15. Dezember abgehalten wurde.

Dabei trafen sich die Ministerpräsidenten aus allen 16 Bundesländern Deutschlands, um die verschiedenen Modelle zu diskutieren, die zur Handhabung der deutschen Glücksspiellandschaft vorgeschlagen wurden. Es geht also für die deutschen Pokerfans um eine ganze Menge und einer der großen Namen der Pokerszene wollte deshalb einen Betrag leisten.

Michael Keiner - der unter Kennern auch als "The Doc" bekannt wird - ist seit fast zwei Jahrzehnten Pokerspieler. Anfang der Neunziger begann er Limit Texas Holdem zu spielen und erweiterte sein Pokervermögen bald auf Seven Card Stud und Pot Limit Omaha. Im Jahr 2007 schaffte er dann einen seiner größten Streiche bisher und gewann sein erstes Bracelet bei der World Series of Poker im Seven Card Stud Turnier. Inzwischen war keiner bereits bei mehreren Poker-Anbietern und Vertrag und spielt das strategische Kartenspiel nochimmer leidenschaftlich gern im Turnier.

Deshalb hatte er sich wohl auch entschieden, einen Brief an jeden einzelnen der 16 Ministerpräsidenten und dabei mit starken Argumenten an eine vernünftige Lösung in Sachen Glücksspiel in Deutschland zu appellieren. Im Internet steht sein Brief offen zur Verfügung und kann von jedem Interessierten nachgelesen werden.

Als schlagende Argumente führt er dabei zunächst an, wie elementar die Elemente der Strategie, Psychologie und Geschicklichkeit beim Poker ist und dass es sich dabei um ein anspruchsvolles und trainierbares Spiel handelt. Auch auf den gestiegenen und etablierten Status von Poker geht er ein. Weiterhin verweist er natürlich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 8. September diesen Jahres, in welchem der deutsche Glücksspielvertrag als unzulässig eingestuft wurde.

Zuletzt diskutiert er auch die Optionen, die den Ministern zur Regulierung des Marktes gegeben sind und welche auch bei der Konferenz besprochen wurden. Letztlich appellierte Keiner an die Minister, sich für jenes Modell zu entscheiden, welches eine regulierte öffnung des Marktes beinhaltet. Ein schlagendes Argument dabei nicht zuletzt, dass er sehr geschickt auch immer wieder auf die drei Millionen potentiellen Wähler hinweist, die innerhalb von Deutschland begeistert Poker spielen.

geschrieben am 22.12.2010 von Tanja Eberhardt


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