Maximilian A. auf der Flucht

Wer ist Maximilian A.? Um diese Frage zu beantworten muss man mal durch die Nachrichten der letzten Wochen stöbern. Ein professioneller Pokerspieler namens Maximilian A. kam da nämlich in die Schlagzeilen, weil er von zwei - ehemaligen - Freunden auf eine Polizeiwache geschleppt wurde.

Der Vorwurf seiner Begleiter lautete, dass Maximilian A. ihnen einen Trojaner auf dem Rechner geschleust haben soll. Somit konnte er bei seinen angeblichen Freunden, die ebenfalls Poker um hohe Beträge spielten, die Hole Cards ausspähen und somit um eine Menge Geld bringen.

Auch andere Spieler sollen von dieser betrügerischen Strategie des Maximilian A. betroffen gewesen sein. Der betrügerische Schein-Freund soll dadurch an eine hohe Summe Geld gekommen sein: 300 tausend Euro sind es wohl, die er den beiden besagten "Freunden" abgezockt hat und darüber hinaus soll die Beute aus seinem Betrug insgesamt in zweistelligen Millionenhöhe schweben.

Das ist natürlich ein harter Vorwurf. Um diesen zu bekräftigen haben die Herren, die Maximilian A. auf die Polizeiwache brachten ein Geständnis vorgezeigt, dass sie von Maximilian A. auf Handy aufgezeichnet hatten. Allerdings waren die umstände dieses Geständnisses äußerst fragwürdig, denn die beiden Betrogenen besuchten dafür Maximilian A. auf seinem Hotelzimmer und was da hinter geschlossenen Türen geschah, weiß auch die Polizei nicht so recht. Jedenfalls widerrief Maximilian A. sein Geständnis und warf seinen Klägern Nötigung vor. So wurde er bald wieder auf freien Fuß gesetzt.

Keine gute Idee, wie sich jetzt herausstellte. Bei Facebook kommentierte Maximilian A. seine Situation mit "Ich habe große Probleme". Was genau das heißt, ist nicht sicher. Jedenfalls hat sich der vermeintliche Betrüger abgesetzt. In Katar soll sich Maximilian A. und befindet sich damit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Flucht - ob nun vor der Polizei oder seinen Gläubigern.

geschrieben am 21.11.2011 von Tanja Eberhardt


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