Das Klagengewulst um Full Tilt

Während bisher das Hauptproblem für die ehemaligen Full Tilt Spieler war, dass die ganzen Angelegenheiten um den gestürzten Anbieter furchtbar undurchsichtig waren, wird nun scheinbar immer mehr das Problem, das die Angelegenheiten unübersichtlich werden.

Dabei muss man nicht mal das ganze hin- und her um die mögliche Rettung oder den sichere Untergang des Namen Full Tilts mit einbeziehen. Denn allein das Gewulst aus Klagen, die inzwischen gegen den Anbieter eingegangen sind, kann wohl ganze Aktenschränke füllen.
So liegen bereits mehrere Sammelklagen von Spielern gegen Full Tilt vor die unterschiedliche Strategien und Ausmaße haben.

Andere sind angekündigt und auch verschiedene Pros mischen bei der ganzen Angelegenheit mit. Fehlt nur noch, dass Phil Ivey es sich wieder anders überlegt und doch seinen ehemaligen Arbeitgeber wieder verklagen möchte.

Dazu kam in dieser Woche eine Meldung, dass die Schulden des Anbieters bei seinen Spielern nun deutlich höher seien, als man es bisher erwartet hat. Während man bisher glaubte, etwa 60 Millionen Dollar würde man bei Full Tilt schulden, scheint nun die Summe tatsächlich doppelt so hoch zu sein. Angeblich sollen es nun 128 Millionen Dollar gewesen sein, die man seinen Spielern schuldig war - wobei 9 Millionen bereits ausgezahlt wurden. Bleibt aber immerhin noch ein stattlicher Schuldenberg von 119 Millionen Dollar.

Wo Full Tilt dieses Geld nun hernehmen soll, das Fragen sich sicher nicht nur die Mitarbeiter und Spieler. Auch die Anwälte des Unternehmens haben bereits bemerkt, dass die Verteidigung von Full Tilt ein Minusgeschäft werden könnte. Mit Namen ist die Anwaltsfirma Ifrah PLLC für das Unternehmen als Verteidiger eingetreten.

Nun verkündete man dort aber, dass man sich als Anwalt von Full Tilt zurückziehen wollen würde, sollte die Sammelklage eingereicht werden. Der Antrag dafür liegt bereits beim zuständigen Gericht vor und wurde damit begründet, dass die Verteidigung von Full Tilt eine unzumutbare Belastung für die Finanzen der Kanzlei sei.

geschrieben am 02.09.2011 von Jessica Neumann


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