Kartensieger bringt sich selbst um 60 Tausend Dollar

Man kann in der Welt des Pokers schon sehr leicht eine große Summe Geld verlieren, weil man seine Karten oder das Blatt des Spielers falsch einschätzt. Natürlich kann auch einem einfach das Glück abhanden kommen und man sieht seinen Kontostand abschmieren. Dass man sich aber selbst um einen Gewinn von 60 Tausend Dollar bringt, den man eigentlich schon in der Tasche hat, dass passiert wohl schon seltener.

So geschehen dem unglücklichen Sothea Sinn. Der 28 Jahre alte Kartenspieler aus Wallington hatte viel Erfolg beim spielen von Caribbean Stud. Das Spiel funktioniert ähnlich wie das weiter verbreitete Five Card Stud und Sothea Sinn spielte es in einem Casino. Und gewann!
Ein ordentlicher Sieg in dem Spiel versprach ihn eine Gewinnsumme von 60 Tausend Dollar und Sinn war "der glücklichste Mensch der Welt."

Da das Spiel gegen die Bank gespielt wurde, wurde er vom Sicherheitspersonal in eine anderen Raum des Casinos geführt, um die üblichen Formalitäten durchzugehen. Als es dann aber daran ging, dass die Personalien von Sinn aufgenommen werde sollen, verweigerte das Casino plötzlich die Auszahlung der Summe.

Warum?
Sinn hatte sich in dem Casino sechs Jahre zuvor zusammen mit seiner Freundin einen Selbst-Bann auferlegt, um seine wieder Herr über die eigene Spielleidenschaft zu werden. Das war damals 2004 und seitdem war einige Zeit ins Land gegangen, in der er eigentlich mehrere Sitzungen bei einem Suchtberater durchführen wollte.

Nun - im Jahr 2010 - hatte Sinn diesen Selbst-Bann völlig vergessen und natürlich auch keine Suchtberatung durchgeführt. Das Casino wies ihn darauf hin, dass der Selbst-Bann erst dann aufgelöst werden könne, wenn er sechs solcher Sitzungen vorweisen könne. Und somit war auch sein spielen von Caribbean Stud in diesem Casino unrechtmäßig und das erspielte Geld stand ihm nicht zu.

Wie gewonnen so zerronnen. Das sagt sich so leicht dahin, aber wenn es um 60 Tausend Dollar geht, fällt ein lässiges Zucken mit den Schultern wohl deutlich schwerer.

geschrieben am 17.08.2010 von Tanja Eberhardt


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