Full Tilt nimmt zaghaft Stellung

Amerikanische Pokerspieler die sich auf Full Tilt eingelassen haben treten derzeit nochimmer auf der Stelle, was ihre eingezahlten und gewonnen Gelder betrifft. Während andere betroffene Unternehmen nach dem Black Friday of Poker bereits Auszahlungen vornehmen konnten, passiert bei Full Tilt wenig bis gar nichts und allem voran ärgert es vielen Mitgliedern der Szene, dass es auch an offiziellen Infos mangelt.

Offenbar ist sich Full Tilt in dieser Woche endlich der Berechtigung dieser Kritik bewusst geworden und hat eine Pressemitteilung herausgegeben, in der systematisch die wichtigsten Fragen beantwortet werden sollten. Wer jetzt allerdings eine umfangreiche Stellungnahme und konkrete Ankündigungen erwartet, wird enttäuscht sein.

Eine der interessantesten Aussagen ist dabei die Dementierung der sich häufenden Gerüchte um die finanzielle Lage von Full Tilt. Nachdem nämlich Ultimate Bet und Absolute Pokere bereits der Konkurs nachgesagt wurde, fragten sich viele Beobachter der Szene nun auch ob Full Tilt vielleicht einfach Pleite sei.

Dies ist aber nicht der Fall und man spricht davon, dass das Unternehmen kerngesund sei. Um diesen Punkt zu unterstreichen zog Full Tilt in seiner Mitteilung ein Zitat der Alderney Gambling Control Commission heran, die in einem Bericht über den Zustand des Unternehmens bestätigten, dass es keinen Grund gäbe, um die Gelder der Spieler zu fürchten.

Darüber hinaus muss man sich dann aber fragen, warum es mit den Auszahlungen so langsam vorangeht,. In diesem Punkt mussten sich die amerikanischen Spieler mit weiteren Vertröstungen zufrieden geben. Die Auszahlungen würden sobald wie möglich stattfinden - schreibt man. Man arbeite rund um die Uhr an Lösungen - schreibt man. Die genervten Spieler werden sich wohl nicht mehr lange durch solche zaghaften Versicherungen zufrieden stellen lassen.

Immerhin hat Full Tilt nun aber eingesehen, das sie zu optimistisch mit der Situation umgegangen sind und sich in den offiziellen Statements nicht komplett bedeckt halten können. Zwar ist verständlich, dass man sich Aufgrund des laufenden Prozesses nicht völlig frei äußern kann, aber die Spieler sollten dennoch so gut es geht informiert werden.

geschrieben am 03.06.2011 von Jessica Neumann


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