Folgen des Black Fridays auf dem amerikanischen Glücksspielmarkt

Seit dem Black Friday hat sich in den USA besonders in Bezug auf das Pokerspiel einiges verändert. Einige von den großen Pokeranbietern, so wie Full Tilt, Absolute Poker und PokerStars sind bis auf weiteres vom amerikanischen Markt verschwunden. Doch nicht nur das, hat sich auf dem Markt geändert.

Auch eine Seite mit Pokernachrichten, auf welcher die neusten Nachrichten das Pokerspiel betreffend zu lesen waren, wird im Internet versteigert. Die Frage nach dem Verbleib der anderen Seiten auf dem amerikanischen Markt ist noch nicht hinreichend geklärt. Die Geschäftsführer der verbleibenden Unternehmen und vor allem auch der kleineren Anbieter haben sich bereits zu den Zukunftsaussichten des Marktes geäußert.

Die Seite mit den Pokernews war eine wichtige Adresse für alle Pokerfans in Amerika. Durch das Verschwinden der großen Anbieter vom Markt und damit auch dem Verschwinden der Financiers, kann sich die Webseite nicht mehr selbst am Leben halten und muss über Ebay verkauft werden.

An diesem Beispiel ist erkennbar, dass der Black Friday in Amerika weitreichende Folgen hat. Nicht nur für die betroffenen Unternehmen selbst, bei denen man nicht weiß, ob und wann sie wieder am Markt agieren dürfen, sondern auch bei bisher nicht betroffenen Unternehmen. Viele verbliebene Unternehmen sind gegenüber den Medien nicht auskunftswillig oder geben nur nichtssagende Statements zu den gestellten Fragen ab.

Einige wenige Anbieter des amerikanischen Marktes sind jedoch auch bereit einige Fragen zu beantworten. So der Geschäftsführer Chuck Kidd von Poker Pro Network (PPN). Die Seite seines Unternehmens habe seit dem Black Friday eine Traffic-Steigerung von 22 Prozent erfahren. Kidd erklärt weiterhin, dass der Black Friday nicht aufgrund von einem grundsätzlichen Pokerverbot in den USA stattgefunden hat, sondern dass die Unternehmen wegen illegaler Machenschaften wie Geldwäsche und Betrug angezeigt worden seien.

Die Tatsache, dass die Verbannung vom Markt so plötzlich kam und es die großen Unternehmen traf, sorgte natürlich bei den Kunden und Spielern für Verunsicherung, was eine durchaus nachvollziehbare Folge aus den Handlungen der Justiz in diesem Fall sei.

Eine Grundsätzliche Gefahr, dass für das Unternehmen der Zeitpunkt kommen könnte, an dem die Spieler nicht ausgezahlt werden können, sehe der Geschäftsführer von PPN und andere gleichgestellte auch nicht. Hierfür wurden schon vorab ausreichende Sicherheiten für die Kunden festgelegt. Diesen Optimismus pflegen auch die Unternehmer von PokerView und Carbon-Poker. Andere verantwortliche und Repräsentanten der amerikanischen Pokerwelt, haben sich dennoch aufgrund der Verunsicherung auf dem Markt davon zurückgezogen, dass sie die Sache laut eigener Aussage nicht mehr zu 100 Prozent repräsentieren und dafür gerade stehen können.

Die Unsicherheit auf dem gesamten Markt ist fast schon greifbar und der Rückzug verschiedener Unternehmen und Spieler vom amerikanischen Markt ist durch die Ereignisse ein Stück weit nachvollziehbar und verständlich.


geschrieben am 22.06.2011 von Fabian Fehrmann


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