Vom Facebookspiel zum Pokergiganten?

Seitdem das soziale Netzwerk Facebook im Jahre 2004 gestartet ist, unterlag das Unternehmen einem radikalen Wachstum. Im vergangenen Jahr erreichte das Netzwerk eine Anzahl an aktiven Mitgliedern, welche die Einwohnerzahl der meisten Länder übersteigt: 150 Millionen Menschen tummeln sich dort. Das ist ein großer Markt, der sich da in der Weite des Internets gebildet hat und dieser ist bereits beispielhaft von der Firma Zynga erschlossen.Zynga bietet auf Facebook so genannte Apps an, die dort als Spiele zur Verfügung stehen. Das bahnbrechenste Programm von Zynga war wohl "FarmVille", was heute als das meistgespielte Spiel der Welt gilt.

Nun bestehen Gerüchte im Internet, dass Zynga mit den ernsthaften überlegungen spielt, auf den Markt des Online Pokers zu gehen. Was wie ein netter Versuch klingt, von Spielzeug zur erwachsenen Spielindustrie zu wechseln, wird beim näheren hinsehen zur ernsthaften Konkurrenz für die bereits etablierten Pokerportale. Zynga ist nämlich mit ihrem App "Texas Holdem" auf Facebook bereits sehr erfolgreich in diesem Business unterwegs - nur eben mit Spielgeld. In dem soziale Netzwerk nehmen etwa 28 Millionen Spieler bereits die Karten in die Hand um innerhalb der Zynga-Software Poker zu spielen.

Beobachter des Marktes sehen in Zynga großes Potential, auch wenn diese im Moment noch in den Spiel-Geld-Schuhen stecken. Ihre User sind an die Software gewöhnt und lernen spielend mit Spielgeld das raffiniere Pokerspiel. Auf diese Weise wird natürlich auch die Hürde kleiner um echtes Geld zu spielen und es wäre nahe liegend, dass viele Zynga einem Sprung ins Echtgeldbuisness folgen würden. Sollte das Unternehmen ihre Audienz direkt auf den online Poker Markt mitnehmen, wäre ein neuer Riese der Industrie geboren, der selbst den größten Namen dieser Szene - Pokerstars, Full Tilt etc. - durchaus Konkurrenz machen würde.

Im Moment ist dieser Plan aber noch nicht ausgeführt. Die US-Behörden haben bisher jeden Versuch unterdrückt, den Zynga in diese Richtung unternehmen würde. Sollte das Unternehmen nicht Richtung Offshore gehen, wird sie wohl zunächst eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes in der USA abwarten müssen. Auch bleibt es noch fraglich, wie viele Benutzer ihnen denn nun auf den echten Poker-Markt folgen würden. Mit Spielgeld auf Facebook zu hantieren und um einen echten Bankroll zu zocken, ist immernoch ein unterschied.

geschrieben am 09.09.2010 von Jessica Neumann


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