Doyle Brunson und Poker - Eine Leidenschaft fürs Leben

Herr Brunson zählt zu den größten Pokerspielern überhaupt und hat sich noch nicht zur Ruhe gesetzt.

Jeden Tag widmet er sich im "Bobby s Room" des bekannten "Bellagio"- Hotels seinen Gegenspielern und es hat den Anschein, als ob er immer noch leidenschaftlich gerne Poker spielt. Es ist interessant, dass er daneben noch regelmäßig Einträge im Blog verfasst. Bei dem aktuellsten Eintrag lässt er die Gedanken wandern und gibt zu zahlreichen Themen seine Meinung preis, was auch für die deutschen Pokerfreunde von Interesse sein dürfte.

Er sagt, dass er den Unterschied in seinem Leben nicht begreifen kann, wenn er nicht dem Pokerspiel nachgeht und dies mutet für ihn sehr fremd an. Wenn er jeden Tag Poker spielt, dann ist die Konzentration darauf so hoch, dass andere Dinge nebensächlich werden. Er stellt sich die Frage, ob die anderen professionellen Spieler genauso dem Pokerspiel nachgehen wie er. Auch wenn eine lange Staffel vorbei ist, dann macht er sich nach seiner Rückkehr Gedanken über merkwürdige Züge beim Spiel und analysiert die individuellen Möglichkeiten.

Er ist aber nicht davon überzeugt, dass dieses Gedankenspiel gut ist. Dies bereitet nicht nur Herrn Brunson Schwierigkeiten, sondern auch seinen Angehörigen und seiner Umgebung. Er selbst sieht an sich geistige und physische Entzugserscheinungen, wenn er nicht spielt. Die Leute, die ihm auf seiner "Twitter"-Seite folgen, schreiben oft, wie alt und schrullig er geworden ist. Brunson erklärt, dass das Pokerspiel das Leben ist, das er gewählt hat und er will hier tun was er kann.

Dennoch bekommt man viele Dinge nicht mit, wenn man es so spielt wie er. Er denkt, dass man sich mit den Höhen und Tiefen schlicht und ergreifend arrangieren muss. Er war sehr froh, als die diesjährigen Olympischen Spiele angefangen haben, da er sich die Wettkämpfe gern ansieht, besonders die in der Leichtathletik, denen er besonders entgegengefiebert hat.

Dies begründet er damit, dass er an der Highschool Leichtathlet gewesen ist und darum jeden Wettkampf so begeistert verfolgt. Er ist sich im Klaren darüber, dass die Menschen viel und hart trainiert haben. Er fühlt die Freude der Gewinner und die Enttäuschung der weniger erfolgreichen Läufer mit. Langstreckenlauf findet er besonders aufregend und manchmal hat er den Eindruck, dass er mit den Favoriten mitläuft.

Brunson möchte in seinem Leben noch zwei Sachen machen, von denen er sagt, dass sie vermutlich nie zustande kommen werden. Zum Einen möchte er bei den Olympischen Spielen dabei sein und zum Anderen nach Israel fahren. Ungeachtet dessen ist er sehr froh darüber, dass beinahe alle seine Wünsche im Leben Wirklichkeit wurden.

Bald wird nach Montana fahren, worauf er sich sehr freut. Er überlegt sich, wie er sechs Hunde und drei Vögel auf die Reise mitnehmen kann. Brunson würde gerne ins Flugzeug steigen, doch seine drei Hunde sind zu gebrechlich und er macht sich Sorgen, dass sie den Flug nicht überstehen werden. Sein Bekannter verfügt über einen kleinen Bus, der Platz genug bietet, doch diese Option nutzt er nur ungern.

Kommt er nicht bald in die Puschen, dann verpasst er den großen Braunbären, der immer über den Zaun kommt und ein paar äpfel mitgehen lässt, aber das ist für Brunson kein Grund zum Streit. Seine Himbeersträucher, die schon 70 Jahre auf dem Buckel haben, haben nun Früchte, die, wenn er ankommt, auch nicht mehr da sein werden.

Er wollte schon im Juli dorthin, doch ihm kam die Poker-WM dazwischen.


geschrieben am 16.08.2012 von Tanja Eberhardt


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