Deutsches Nein zu Online Poker

Die deutschen Fans von Online Poker haben in diesen Tagen wohl vor allem in Richtung Lübeck geschaut. Dort tagten nämlich die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer und berieten sich über den neuen deutschen Glücksspielvertrag.

Dieser soll am 1. Januar des kommenden Jahres in kraft treten und den Markt Liberalisieren. Da besonders Schleswig-Holstein unter den deutschen Bundesländern mit einer eigenen Regulierungen für fiel Druck sorgte und der Entwurf der 15 übrigen Bundesländer auf heftig Kretik stieß, erhofften sich viele Befürworter der Online Poker Szene positive Ergebnisse aus Lübeck. Leider kam es nun aber doch ganz anders und man hörte von den Ministerpräsidenten nach der Tagung ein deutliches Nein zu Online Poker.

Nicht nur Online Poker, sondern auch Online Casino soll in Deutschland nach wie vor illegal bleiben. Das ist das harte Ergebnis der Konferenz. Allerdings hat sich der neue deutsche Glücksspielvertrag in anderen Punkten zum besseren gewandt. Mehr Glücksspiellizenzen sollen nun an private Anbieter vergeben werden - die zuvor geplanten mageren 7 Lizenzen wurden auf 20 angehoben. Hinzu kommt eine Senkung der Umsatzsteuer auf 5 Prozent.

Für Online Poker Fans wird das zwar nicht viel Bedeutung haben, aber immerhin folgendes ist eine gute Nachricht: die Ministerpräsidenten haben sich gegen die Option von Netzsperren entschieden. Mit Netzsperren wollte man Angeboten von Online Poker und Online Casino im Internet zuleibe rücken und so im Namen der Legalität den deutschen Spielern unzugänglich machen. Dies sorgte für einige Tumulte im Internet. Der Chaos Computer Club meldete sich zu Wort und prangerte diese Maßnahme als mögliche Zensur an.

Nun blicken die Augen der Befürworter von Glücksspiel im Internet nach Schleswig-Holstein. Dort liegt schließlich bereits der Entwurf für ein eigenständiges Glücksspielrecht vor und das muss nur noch unterzeichnet werden. Am 15. Dezember soll dies geschehen und dann könnte Schleswig-Holstein schon im März ein eigene Regulierung des Glücksspielmarktes haben - auch im Internet. Es bleibt also abzuwarten, ob Kiel nicht doch noch zum "Las Vegas des Nordens" wird.

geschrieben am 03.11.2011 von Tanja Eberhardt


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