Brandon Adams kommentiert Full Tilt-Situation

Brandon Adams ist ehemaliger Full Tilt Pro und war recht erfolgreich unter diesem Label in der internationalen Pokerwelt unterwegs. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb er nach den Ereignissen nach dem 15. April zunächst noch zu dem Online Anbieter hielt. Direkt am Black Friday of Poker twitterte der US-Amerikaner, dass die Betreiber bei Full Tilt doch deutlich ehrenwerter seien, als die von Pokerstars.

Das hat sich natürlich nun rückblickend als ziemliche Fehleinschätzung herausgestellt und auch Adams Meinung, das Geld der Spieler sei bei Full Tilt sicher aufgehoben, klingt inzwischen eher wie ein Hohn. Dementsprechend musste sich der Poker Profi auch viel Spott gefallen lassen. Vor allem in den einschlägigen Foren zieht man über Adams her. Vermutlich darum hat er sich vor kurzem wieder zu Wort gemeldet.

"Mich trifft an der Situation von Full Tilt keine Schuld." Verkündete er da und distanzierte sich von den "dummen Kommentaren", die er über PokerStars abgegeben habe. Er sei zum Zeitpunkt der getwitterten Nachricht wohl betrunken gewesen. Darüber hinaus leugnet er aber natürlich jeden weiteren Fehler.

"Meine Interessen bei Full Tilt waren nicht annähernd die eines Eigentümers. Mein Vertrag war nur geringfügig besser als der normale FTP-Vertrag mit 35 Dollar pro Stunde und vollem Rakeback." Erklärt er seine Position bei dem Unternehmen. Und über die katastrophale Lage in der Finanzabteilung seines Arbeitsgeber wusste er wohl auch nichts: "Dass FTP die Einzahlungen der Spieler nicht abdecken konnte, war für mich ein totaler Schock. Von Defiziten wusste ich nichts."

Letztlich hat er wohl nur die Lage falsch eingeschätzt und schreibt: "Mir ging es immer um Poker und ich habe mich sechs Jahre lang immer und überall über kontroverse Themen geäußert. Einiges davon hat sich zweifellos als falsch herausgestellt."

Und abschließend fragt er: "Glaubt Ihr, dass ich mich eine Minute mit dieser Firma eingelassen hätte, wenn ich gewusst, dass der Bilanzwert negativ war? Sicher nicht." Aber wer hätte das schon?

geschrieben am 04.11.2011 von Tanja Eberhardt


2018-07       2018-6       2018-5       2018-4       2018-3       2018-2       
2018-1       2017-12       2017-11       2017-10       2017-9       2017-8       
2017-7       2017-6       2017-5       2017-4       2017-3       2017-2       
2017-1       2016-12       2016-11       2016-10       2016-9       2016-8       
2016-7       2016-6       2016-5       2016-4       2016-3       2016-2       
2016-1       2015-12       2015-11       2015-10       2015-9       2015-8       
2015-7       2015-6       2015-5       2015-4       2015-3       2015-2       
2015-1       2014-12       2014-11       2014-10       2014-9       2014-8       
2014-7       2014-6       2014-5       2014-4       2014-3       2014-2       
2014-1       2013-12       2013-11       2013-10       2013-9       2013-8       
2013-7       2013-6       2013-5       2013-4       2013-3       2013-2       
2013-1       2012-12       2012-11       2012-10       2012-9       2012-8       
2012-7       2012-6       2012-5       2012-4       2012-3       2012-2       
2012-1       2011-12       2011-11       2011-10       2011-9       2011-8       
2011-7       2011-6       2011-5       2011-4       2011-3       2011-2       
2011-1       2010-12       2010-11       2010-10       2010-9       2010-8       
2010-7       2010-6       2010-5       2010-4       2010-3       2010-2       
2010-1       2009-12       2009-11       2009-10