Boris Becker über sein Poker-Spiel

Die European Poker Tour in Wien wurde gerade beendet und hat somit auch seinen Gewinner gefunden. Auch Boris Becker war vor Ort und spielte an den Tischen mit der großen Konkurrenz. Als Teil des PokerStars-Team wurde von ihm natürlich auch einiges erwartet, doch leider musste er am zweiten Tag schon seinen Platz verlassen.

Mit Ass-König ließ sich der ehemalige Tennisprofi auf ein All-In ein. Sein Gegner hieß Georgios Kapalas und hielt zwei Fünfen auf der Hand. Am Ende hatte Kapalas die Nase vorn und Becker gab ihm seine letzten Chips.

Dennoch hatte der mehrfache Wimbleton-Gewinner ein solides Spiel hingelegt und äußerte sich auch noch im Rahmen der Veranstaltung über seine generelle Einstellung zum Poker. Dabei lobte er nicht nur die Location der EPT und die gut organisierte Struktur der Veranstaltung, sondern plauderte auch über sein Online-Spiel. Er bestätigte, dass er gerne und ausgesprochen viel zeit mit Online Poker verbringen würde. Dort könne viele Hände spielen, ohne die enormen Konsequenzen eines überspielten Blattes fürchten zu müssen, wie es bei einem Live-Turnier der Fall ist. Damit reiht er sich in die große Zahl an Spielern ein, die im Internet den größten Teil ihrer Praxis-Erfahrung sammeln.

Auch betonte Becker den großen Lernfaktor, den regelmäßiges Spielen mit sich bringt. "Im ersten Jahr war ich ein blutiger Anfänger und habe mehr mit Glück als mit Können gespielt." Schätzte Becker den Beginn seiner Pokerkarriere ein. Inzwischen spielt er natürlich konzentrierter und versucht aktuell aus einem defensiven Spielstil wieder aggressiver zu werden. Ein gutes Beispiel also, wie sich erst nach Jahren und viel Erfahrung ein eigener Pokerstil entwickeln muss.

Generell scheint sich der ehemalige Leistungssportler in der Pokerszene sehr wohl zu fühlen. Er führt auch immer wieder gern die Gemeinsamkeiten von Poker und Tennis an; so muss er am Spieltisch wie auf dem Tennisplatz mit dem auf und ab des Adrenalin-Spiegels umgehen können. Vielleicht hilft ihn das ja bald auch mal an einem der großen Final Tables Platz zu nehmen.

geschrieben am 02.11.2010 von Jessica Neumann


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