Pokerberühmtheit Boris Becker gratuliert dem neuen Pokerweltmeister Pius Heinz

Wie die neusten Meldungen es schon zuhauf verkündeten: es gibt einen neuen Pokerweltmeister der World Series of Poker: den 22 jährigen Deutschen Pius Heinz, der mit seinem Sieg und dem Gewinn von 8,7 Millionen Dollar für die Deutschen Geschichte schreibt.

Boris Becker als berühmter Tennisspieler und Pokerberühmtheit war einer der ersten, der dem frisch gebackenen Weltmeister zu seinem Titel gratulierte. Es erfülle ihn mit Stolz, dass Heinz diesen Sieg nach Deutschland holte und von Neid kann ihn diesem Zusammenhang keine Rede sein, so Becker in einem Interview der Welt am Sonntag.

Weiterhin gibt Becker an, dass er glaube, dass der Weltmeistertitel für Deutschland einen ganzen Stein ins Rollen gebracht haben könnte. Poker erfreut sich schon seit einiger Zeit in Deutschland enormer Beliebtheit. Das Jahr 2011 schien erfolgreich für die Deutschen zu sein, denn nicht nur durch den Sieg von Pius Heinz sondern durch verschiedene weitere Turniergewinne der Deutschen haben die Spieler in diesem Jahr eine Pokerwelle ins Rollen gebracht. Der krönende Titel von Heinz wird diese weiter antreiben, so Becker und damit könnte eine ganze Bewegung und vor allem noch mehr Begeisterung für das Pokerspiel als solches losgetreten werden.

Boris Becker machte im Interview mit der Welt am Sonntag seinen Standpunkt klar: Poker werde als Spiel und Sportart unterschätzt und an dem Spiel hafte noch zu sehr ein schlechter Ruf. Das Online Glücksspiel und damit auch das Online Poker sind in Deutschland bis heute weiterhin illegal, abgesehen von Schleswig Holstein. Doch viele Profis, wie auch Pius Heinz, haben sich ihr Wissen und ihre Strategie im Internet angeeignet.

Becker meint, dass es an diesem Punkt an der Regierung ist, endlich etwas zu tun und das Pokerspiel und sein Image mit der Legalisierung und mit einem kontrollierten Markt aus dem Schlamm zu ziehen. Pius Heinz könnte dabei mit öffentlichkeitsauftritten und sozusagen als Zugpferd positiv in dieser Richtung mitwirken, so Becker.

Vorerst einmal gab der frische Weltmeister an, dass er ein paar Tage Urlaub brauche, die er bei seiner Familie verbringen wolle. Der 22 jährige hat ein siebenstündiges Finale hingelegt, welches viel Konzentration und Geschick erforderte. Becker vergleicht ein solches Pokerspiel sogar mit einem Tennisturnier, bei dem man sich zwar körperlich mehr anstrenge, aber trotzdem nach dem Pokerspiel genauso fertig sei wie nach einem Tennisturnier, so der Profi.Becker betonte, dass ein Pokerspieler körperlich als auch geistig fit sein müsse.

Beispielsweise beschrieb er Heinz als einen äußerst intelligenten und auch scharfsinnigen jungen Mann. Dies sei auch notwendig, um als Profipokerspieler bestehen und einen Titel wie diesen holen zu können, so Becker. Außerdem sehe er einen großen Vorteil für Heinz in seinem Studium als Wirtschaftspsychologe, da Psychologie für das Pokerspiel von besonderer Wichtigkeit sei. Neben dem Talent, das eigene Pokerface zu präsentieren müssen die Pokerspieler auch die Gegner einschätzen können, aus diesem Grund könne das Wissen aus dem Studium von Heinz besonders hilfreich sein.

Im Vergleich zwischen Pius Heinz und sich selber gibt Boris Becker an, dass er zwar auf einem etwa gleich guten Niveau, wie der neue Weltmeister, spielen könne, jedoch nicht das Durchhaltevermögen am Tisch besitze, um dauerhaft die gleiche Leistung wie Heinz zu bringen. Becker selber habe in den letzten Jahren seiner Pokerkarriere viel gelernt, was ihn heute an den Tischen verschiedener Pokerturniere schon oft weitergebracht habe.

Das Siegerblatt des neuen Pokerweltmeisters war das sogenannte Anna Kurnikowa Blatt. Den Namen trägt die Kartenkombination aus Ass und König deshalb, weil die Karten zwar gut aussehen, jedoch meist nicht zum Sieg führen, so wie auch die berühmte Profi-Tennisspielerin.

Der Sieg mit diesem Blatt wird im Pokermunde zwar als höchst unwahrscheinlich bezeichnet, jedoch gewann der jetzige Weltmeister das Turnier mit eben diesen Karten. Becker bezieht auch zu diesem Thema Stellung und meint, dass Heinz seinen Gegner innerhalb der sieben Finalstunden genau analysieren und daher am Ende das Risiko eingehen konnte. In diesem Fall hat ihm Kurnikowa großes Glück beschert und das Blatt selber hat dadurch wahrscheinlich in der Pokerwelt nun wieder ein höheres Ansehen gewonnen.

geschrieben am 01.12.2011 von Jessica Neumann


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