Rechtsstreit: Borgata gegen Ivey

Es scheint ein Rechtsstreit zu werden der sich noch über einen längeren Zeitraum hinziehen könnte. Das Borgata Casino wirft dem Poker-Superstar Phil Ivey Betrug vor. Nach Angaben des Casinos soll Ivey im Jahr 2012 einen Kartenfehler ausgenutzt haben, um dadurch selber einen Vorteil beim Baccarat zu erhalten.

Das Casino erhob Anfang dieses Jahres Klage und der Pokerprofi muss sich weiterhin vor Gericht verantworten. Ivey gewann beim besagten Baccarat Spiel im Borgata Casino eine Summe in Höhe von 9,6 Millionen Dollar. Das Casino erhob im Folgenden Klage und scheint auch jetzt nicht locker lassen zu wollen. Ziel des Casinos ist es, das bereits ausgezahlte Geld von dem Pokerspieler zurück zu erhalten. Die Anwälte Iveys hatten erst zu Beginn dieses Monats eine Klageabweisung beantragt. Neusten Angaben zu Folge soll das Casino nun jedoch eine Abweisung der Klageabweisung fordern.

Betrugsversuch von Phil Ivey?

Dem Superstar Ivey wird Betrug vorgeworfen. Nach Angaben des Borgata Casinos in Atlantic City habe der Pokerstar zusammen mit seiner Begleitung Ende 2012 beim Baccarat das sogenannte Edge Sorting angewendet, um sich selbst beim Spiel einen Vorteil zu verschaffen. Edge Sorting beschreibt das Ausnutzen eines Fehlers im Kartendeck, um somit bessere Chancen beim Spiel zu haben. Das Casino beharrt weiterhin auf Betrug, während Experten aus der Branche der gleichen Meinung sind wie Ivey selbst und bestätigen, dass Edge Sorting mit Betrug nichts zu tun habe.

Nach Angaben verschiedener Glücksspielexperten sei es die Aufgabe des Casinos, sich die Mittel, die zum Spiel genutzt werden, vorher genau anzusehen, um so eventuelle Fehler bereits im Vorfeld aufzudecken. Somit wäre es nach Expertenmeinung die Aufgabe des Borgata Casinos gewesen, sich vor dem Spiel die Kartendecks anzusehen, umso eventuelle Kartenfehler zu bemerken und die entsprechenden Karten nicht zum Spiel zuzulassen.

Offensichtlich war das Casino auch nicht von Anfang an überzeugt von dem Betrug des Pokerstars, sondern entschied erst später, dass Ivey betrogen haben solle. Nach dem ersten Abend mit einer Gewinnsumme in Höhe von 2,4 Millionen Dollar durfte Ivey auch am darauffolgenden Tag wieder in das Casino kommen, um dort erneut dem beliebten Kartenspiel Baccarat nachzugehen. Experten gehen davon aus, dass das Casino vor Gericht keine Chance haben werde, auch wenn dieses sich erhofft, dass allein die betrügerische Absicht Grund genug dafür sei, den Poker-Superstar zu verurteilen.

geschrieben am 19.08.2014 von Tanja Eberhardt


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