Der Black Friday und seine Folgen

Der Black Friday ist seit April, seit dem der Black Friday in Amerika stattfand, ein brisantes Thema in den Medien, in der Politik und natürlich auch bei der Gamer-Community.

Nach den Vorwürfen, dass auf gewissen Online-Pokerseiten illegales Glücksspiel und Geldwäsche betrieben würden, schloss das amerikanische Justizministerium in den USA die bekannten Pokerwebseiten Pokerstars, Full Tilt und Absolutepoker.

Nach einer kurzen Erholungsphase schafften es einige Plattformen, zumindest in Deutschland, wieder für die Kunden erreichbar zu sein. Doch die Skandale um Full Tilt zum Beispiel reißen nicht ab. Hier wurden die Lizenzen entzogen und die User haben keinen Zugriff auf die Webseite und damit auch nicht auf ihre Benutzerkonten und Gelder. Betroffene Spieler befinden sich auch in österreich, der Schaden beläuft sich auf Summen in Millionenhöhe.

Bis heute ist es noch nicht geklärt, ob die ehemaligen User von Full Tilt überhaupt jemals die Möglichkeit haben werden, ihre Gelder zurück zu erhalten. Die Skandale in den Medien hören nicht auf und die Gamer werden jeden Tag fast aufs Neue schockiert. Die Gelder erhalten sie aber deshalb trotzdem nicht zurück. Grad erst die letzte Nachricht schockierte User auf der ganzen Welt, als bekannt wurde, dass Pokerstars und Verantwortliche von Full Tilt sich Gelder in Millionenhöhe selbst genommen hätten und daher nun in besagte Zahlungsschwierigkeiten gerieten.

Das würde für die User bedeuten die Gelder wären weg und sie würden ihre eigenen Guthaben niemals wiedersehen. Die Stilllegung der Plattform Full Tilt schien also von Nöten, weshalb die Pokerszene nun den Black Friday als wichtiges Datum in der Geschichte zu verzeichnen hat.

Auch die österreichischen Gamer haben die Schließung der Webseite und die Sperrung der Konten hart getroffen. Viele User warten vergeblich auf ihre Gelder und die Hoffnung schwindet von Tag zu Tag mehr. Die Gamer, die nur kleinere Beträge auf den Konten hatten, konnten sich zumeist schon jetzt mit dem Verlust abfinden.

Je höher jedoch die Beträge sind, um die es hier geht, desto größer ist der ärger und umso länger hält die Hoffnung an. Es ist schwer sich mit einem Verlust in Werthöhen aus dem mehrstelligen Bereich abzufinden. Viele Einzelschicksale gibt es, die Gelder durch die Schließung von Full Tilt verloren haben. Die Entwicklungen für die Zukunft sind auch jetzt immer noch nicht absehbar.

Mit einer Sammelklage aus Österreich muß das amerikanische Unternehmen jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht rechnen. Dadurch, dass das Online Glücksspiel in österreich verboten ist, können die User aus österreich auch nicht dagegen vorgehen, dass sie Gelder verloren haben, weil das Glücksspiel im Internet für sie alleine schon eine illegale Angelegenheit war. Das Spielen um Echtgeld ist in österreich verboten, bis auf bei der heimischen Ausnahme "win2day".

Wie es dazu kam, dass das Angebot dann in Österreich überhaupt gemacht werden konnte ist ganz einfach: Die betreffenden Unternehmen positionierten ihre Server in Ländern mit besseren rechtlichen Bedingungen, so dass die Angebote dann trotzdem geschaltet werden konnten und dies rechtlich abgesichert war. Die Spieler jedoch, die trotz des Verbots online gespielt haben, haben in dieser Hinsicht kein rechtliches Schlupfloch, über welches sie nun gegen die Verluste vorgehen könnten.

geschrieben am 19.10.2011 von Tanja Eberhardt


2018-09       2018-8       2018-7       2018-6       2018-5       2018-4       
2018-3       2018-2       2018-1       2017-12       2017-11       2017-10       
2017-9       2017-8       2017-7       2017-6       2017-5       2017-4       
2017-3       2017-2       2017-1       2016-12       2016-11       2016-10       
2016-9       2016-8       2016-7       2016-6       2016-5       2016-4       
2016-3       2016-2       2016-1       2015-12       2015-11       2015-10       
2015-9       2015-8       2015-7       2015-6       2015-5       2015-4       
2015-3       2015-2       2015-1       2014-12       2014-11       2014-10       
2014-9       2014-8       2014-7       2014-6       2014-5       2014-4       
2014-3       2014-2       2014-1       2013-12       2013-11       2013-10       
2013-9       2013-8       2013-7       2013-6       2013-5       2013-4       
2013-3       2013-2       2013-1       2012-12       2012-11       2012-10       
2012-9       2012-8       2012-7       2012-6       2012-5       2012-4       
2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       2011-11       2011-10       
2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       2011-5       2011-4       
2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       2010-11       2010-10       
2010-9       2010-8       2010-7       2010-6       2010-5       2010-4       
2010-3       2010-2       2010-1       2009-12       2009-11       2009-10