Black Friday-Angeklagte fordern eine Klageabweisung

Nun Liegen die Ereignisse, die als Schwarzer Freitag des Pokers in das kollektive Gedächtnis der Pokerszene eingegangen sind schon eine Weile zurück. Am 15. April erhob das Department of Justice die Anklage gegen drei große Card Rooms.

PokerStars, welche die Angelegenheit relativ gut handhaben konnten, und Ultimate Bet / Absolute Poker und Full Tilt, denen die Angelegenheit deutlich zugesetzt hat. Daneben gab es aber auch klagen gegen Einzelpersonen. Darunter waren auch Chad Elie und John Campos, die vom Department of Justice für ihre Zusammenarbeit mit den besagten Online Poker Portalen zur Rechenschaft gezogen werden sollen.

Chad Elie und John Campos sind beide US-Amerikaner und besaßen damals Anteile an der SunFirst Bank. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie gegen den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act verstoßen haben sollen, weil sie den Card Rooms bei Echtgeld-Transaktionen unterstützten.

Nun kam es aber zu einer interessanten Entwicklung: Chad Elie und John Campos haben am 30. September einen Antrag eingereicht, dass die Anklage gegen die beiden US-Amerikaner fallengelassen werden solle. Natürlich geht mit diesem Antrag eine Menge Papierkram einher, den kaum jemand, der nicht beruflich mit diesen Angelegenheiten zu tun hat, überschauen kann. Aber besonders ein Argument sorgte in dem Antrag zur Klageabweisung für Aufsehen.

Dort beruft man sich nämlich darauf, das die besagten Anbieter - PokerStars, Ultimate Bet, Absolute Poker und Full Tilt - alle samt nicht eindeutig als Glücksspielanbieter ausgeschrieben seien. Tatsächlich boten ja all diese Pokersites lediglich Poker auf ihren online Portalen an und somit würden sie - so die Argumentation im Antrag - nicht gegen den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act verstoßen.

Allerdings kann diese Argumentation auf den neutralen Beobachter schnell wie eine juristischen Haarspalterei wirken. Es ist kaum vorstellbar, dass sich Chad Elie und John Campos allein damit von den Vorwürfen freireden können.

geschrieben am 06.10.2011 von Fabian Fehrmann


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