Berliner Casino - Angestellte protestieren

Es schlägt immer höhere Wellen; die Fragwürdige Entscheidung der Geschäftsführung des Casino Berlins, das Lebendspiel aus dem Programm zu nehmen. Hintergrund der ganzen Angelegenheit war der Umzug des Casinos von dem Park Inn Hotel am Alexanderplatz - wo man bis September diesen Jahres in der 37. Etage spielen konnte - in den Sockel des Berliner Wahrzeichens; dem Fernsehturm.

Bei diesem Umzug kam es zu einem Streit zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung des Casino Berlins, als die Regulierungen zur Videoüberwachung des Lebendspiels - also Roulette, Black Jack und Poker - besprochen wurden. Aus dieser Uneinigkeit erwuchs die Konsequenz, dass die besagten Casinospiele nicht auf den neuen Standort übertragen wurden und so piepen und klingeln im neu eröffneten Casino Berlin nun nur noch Automaten.

Was bereits ein ärgernis für leidenschaftliche Casinobesucher ist, ist für die angestellten des Casinos geradezu katastrophal. Mit Blick auf die wahrscheinlich drohende Arbeitslosigkeit führten diese deshalb am vergangenen Dienstag eine Protestaktion vor dem Haupteingang des Casinos durch. Man verteilte Handzettel an Passanten und gab Informationen an Pressevertreter weiter, um auf die Lage aufmerksam zu machen. Zu diesem Zwecke wurden auch alle wichtigen Berliner Medien eingeladen und man machte werbewirksame Angebote. So konnte man sich an diesem Tag vor dem Casino Black Jack, Roulette und Pokertischen versuchen - wenn auch ohne Einsatz von Geld.

Aktuell sind die Casinoangestellten nur "freigestellt" und man hofft allgemein, vielleicht durch diese Aktion noch das Steuer umreißen zu können. Schließlich kam die Geschäftsführung des Casino Berlins für seine Entscheidung das Lebendspiel aus dem Programm zu streichen schon mehrmals unter Kritik. Wie kann auch eine Einrichtung, die sich als "aufregendster Spielplatz der Hauptstadt" bezeichnet, auf die wesentlichen Bestandteile des traditionellen Casinospiels verzichten? Gerade Berlin sollte genug Potential bieten, um ein Casino in einer solchen Lage sehr gut betreiben zu können. Umso seltsamer, dass das nun an einer Uneinigkeit in der Videoüberwachung scheitern soll.

geschrieben am 15.11.2010 von Jessica Neumann


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