Ali Tekintamgac bei Partouche Poker Tour disqualifiziert

Für den deutschen Spieler Ali Tekintamgac war es bisher ein ziemlich erfolgreiches Pokerjahr gewesen. Sein größter Erfolg war dabei wohl bei der World Poker Tour Barcelona im Mai diesen Jahres, wo er sich gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzen konnte und mit einem Preisgeld von 315 tausend Euro samt dem Titel nachhause ging. Nun sollte Tekintamgac diesem Erfolg eigentlich noch eine draufsetzen und bei seiner Teilnahme am Final Table der Partouche Poker Tour brillieren. Aber doch kam alles ganz anders.

Am sechsten und siebten November sollte der Finaltisch der Partouche Poker Tour gespielt werden und parallel zur November Nine in Las Vegas seinen Titel vergeben. Tekintamgac wurde allerdings die Teilnahme verweigert, da im noch vor dem Final Table disqualifiziert wurde. Als Grund dafür wurde "manoeuvres frauduleuses" genannt, was im Deutschen deutlich schmählicher klingt: "arglistige Täuschung". Angeblich soll also Tekintamgac schon vor dem Final Table bei der Partouche Poker Tour geschummelt haben und sich auf diese Weise unrechtmäßig den Zugang zu dem Finale erschlichen haben.

Tatsächlich wurden schon öfter die Stimmen von Spielern laut, die mit Tekintamgac an einem Tisch gesessen und gespielt hatten und sich beschwerten, er hätte versucht, ihre Karten auszuspähen. Bei dieser Angelegenheit wiegt die Anklage an den deutschen Pokerspieler aber noch um einiges schwerer; so wird Tekintamgac vorgeworfen, er habe mit Hilfe von zweiten Personen gehandelt. So sollen Komplizen für ihn die Holecards von seinen Gegnern ausgespäht haben und ihm die Informationen zukommen lassen. Dies wäre während des Turniers mittels Handzeichen geschehen. Ein waschechter Skandal also, vor allem wenn man bedenkt, dass die Veranstaltung im TV übertragen wurde.

Die ganze Sache um die Betrügerei von Tekintamgac wurde inzwischen schon an die zuständigen Justizbehörden in Frankreich weitergeleitet. Für den Final Table der Partouche Poker Tour bedeutete das ein Deutscher weniger unter der Konkurrenz.

geschrieben am 11.11.2010 von Jessica Neumann


2018-11       2018-10       2018-9       2018-8       2018-7       2018-6       
2018-5       2018-4       2018-3       2018-2       2018-1       2017-12       
2017-11       2017-10       2017-9       2017-8       2017-7       2017-6       
2017-5       2017-4       2017-3       2017-2       2017-1       2016-12       
2016-11       2016-10       2016-9       2016-8       2016-7       2016-6       
2016-5       2016-4       2016-3       2016-2       2016-1       2015-12       
2015-11       2015-10       2015-9       2015-8       2015-7       2015-6       
2015-5       2015-4       2015-3       2015-2       2015-1       2014-12       
2014-11       2014-10       2014-9       2014-8       2014-7       2014-6       
2014-5       2014-4       2014-3       2014-2       2014-1       2013-12       
2013-11       2013-10       2013-9       2013-8       2013-7       2013-6       
2013-5       2013-4       2013-3       2013-2       2013-1       2012-12       
2012-11       2012-10       2012-9       2012-8       2012-7       2012-6       
2012-5       2012-4       2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       
2011-11       2011-10       2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       
2011-5       2011-4       2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       
2010-11       2010-10       2010-9       2010-8       2010-7       2010-6       
2010-5       2010-4       2010-3       2010-2       2010-1       2009-12       
2009-11       2009-10